Zwischen den Jahren 2019 – 2020

Veröffentlicht am 23.12.2019 in Allgemein

«Vielleicht bleibt von 2019 weniger das, was geschah, als das, was nicht geschah.» Ein vorausschauender Jahresrückblick von Horst Kahrs. (…)
Mit dem Jahr 2019 endet das erste Fünftel des 21. Jahrhunderts der christlich-abendländischen Zeitrechnung.

Im Vergleich zum ersten Fünftel des 20. Jahrhunderts, wie wir es aus Erzählungen, Büchern und bewegten Bildern kennen, waren es zumindest in Europa alles in allem zwei erstaunlich friedliche und zivilisierte Dekaden: Die wirtschaftliche Produktivität und die Waren- und Güterströme sind weiter gewachsen, für viele – nicht alle – auch der in verfügbarer Geld- und Warenmenge gemessene Wohlstand. Doch nach welchem Maßstab wird zur nächsten Jahrhundertwende über diese Jahre geurteilt werden?
Etwa mit der Messlatte der Autofahrergesellschaft: Der Preis für einen Liter Superbenzin in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt 2019 bei 143,4 Cent, zwei Cent weniger als 2018 und ganze 21 Cent unter dem bisherigen Höchststand 2012. Der Liter Diesel-Kraftstoff lag mit 126,7 Cent ebenfalls 2 Cent günstiger als im Vorjahr und war 14 Cent billiger als 2012. Im Jahr 2016 lagen die Kraftstoffpreise noch niedriger, nominal auf dem Niveau des Jahres 2005. Gemeinhin gelten die Preise für fossilen Kraftstoff auch als Indikator, wie ernst es eine Gesellschaft mit der Reduktion ihres C02-Ausstoßes meint. Also in Erinnerung bleiben sollte: 2020 ist das Jahr, in dem Deutschland seine «Klimaschutzziele 2020» nicht erreicht hat. Gut möglich also, dass die beiden ersten Dekaden dieses Jahrhunderts später als die «schlafwandlerischen Jahre» erinnert werden, in denen die Kräfte des «Weiter-so», des «Ich-will-so-bleiben-wie-ich-bin» einen entscheidenden Sieg errangen über mögliche alternative Wege und Weichenstellungen für die Lebensbedingungen der Menschheit. Vielleicht bleibt von 2019 also weniger das, was geschah, sondern eher das, was nicht geschah.
Quelle: Rosa Luxemburg StiftungIm Vergleich zum ersten Fünftel des 20. Jahrhunderts, wie wir es aus Erzählungen, Büchern und bewegten Bildern kennen, waren es zumindest in Europa alles in allem zwei erstaunlich friedliche und zivilisierte Dekaden: Die wirtschaftliche Produktivität und die Waren- und Güterströme sind weiter gewachsen, für viele – nicht alle – auch der in verfügbarer Geld- und Warenmenge gemessene Wohlstand. Doch nach welchem Maßstab wird zur nächsten Jahrhundertwende über diese Jahre geurteilt werden?
Etwa mit der Messlatte der Autofahrergesellschaft: Der Preis für einen Liter Superbenzin in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt 2019 bei 143,4 Cent, zwei Cent weniger als 2018 und ganze 21 Cent unter dem bisherigen Höchststand 2012. Der Liter Diesel-Kraftstoff lag mit 126,7 Cent ebenfalls 2 Cent günstiger als im Vorjahr und war 14 Cent billiger als 2012. Im Jahr 2016 lagen die Kraftstoffpreise noch niedriger, nominal auf dem Niveau des Jahres 2005. Gemeinhin gelten die Preise für fossilen Kraftstoff auch als Indikator, wie ernst es eine Gesellschaft mit der Reduktion ihres C02-Ausstoßes meint. Also in Erinnerung bleiben sollte: 2020 ist das Jahr, in dem Deutschland seine «Klimaschutzziele 2020» nicht erreicht hat. Gut möglich also, dass die beiden ersten Dekaden dieses Jahrhunderts später als die «schlafwandlerischen Jahre» erinnert werden, in denen die Kräfte des «Weiter-so», des «Ich-will-so-bleiben-wie-ich-bin» einen entscheidenden Sieg errangen über mögliche alternative Wege und Weichenstellungen für die Lebensbedingungen der Menschheit. Vielleicht bleibt von 2019 also weniger das, was geschah, sondern eher das, was nicht geschah.
Quelle: Rosa Luxemburg Stiftung

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Counter

Besucher:3033397
Heute:236
Online:2

Nachrichten

06.12.2021 13:16 SCHOLZ STELLT SEIN TEAM VOR
DIE NEUEN SPD-MINISTERINNEN UND MINISTER Vier Frauen, drei Männer. Olaf Scholz hat die SPD-Bundesministerinnen und -minister vorgestellt: „Sicherheit wird in den Händen starker Frauen liegen.“ Und Karl Lauterbach wird Gesundheitsminister. Es ist eine der letzten wichtigen Etappen, bevor am Mittwoch Olaf Scholz zum Bundeskanzler gewählt werden soll. Nach Grünen und FDP hat nun auch die

04.12.2021 18:31 PARTEITAG BESCHLIESST KOALITIONSVERTRAG
98,8 % FÜR DEN AUFBRUCH Mit überwältigender Mehrheit stimmt die SPD dem ausgehandelten Ampel-Koalitionsvertrag zu. Der designierte Kanzler Olaf Scholz unterstrich zuvor in seiner Rede auf dem digitalen SPD-Parteitag den verbindenden Fortschrittsanspruch der drei Parteien. „Aufbruch für Deutschland. Packen wir es an.“ Das nach vorn gerichtete Motto des digitalen SPD-Parteitags in hybrider Durchführung bestätigten die Delegierten mit

03.12.2021 10:57 CORONA-BESCHLÜSSE VON BUND UND LÄNDERN – „JETZT IST DIE ZEIT FÜR SOLIDARITÄT“
Der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Bevölkerung in Deutschland auf eine „große nationale Anstrengung“ zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingeschworen. Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern im Überblick: „Es geht um eine große nationale Anstrengung, und es geht um Solidarität“, sagte Scholz am Donnerstag nach einer Schaltkonferenz mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und

Ein Service von websozis.info

Tröge und Schweine

"Wo die Tröge sind - da sind auch die Schweine!"

(Alter Volksmund)

Herbert Wehner

"Immer wieder haben wir in der deutschen Geschichte die normative Kraft des Faktischen erlebt, noch nie aber eine die Fakten ersetzende Kraft des Phraseologischen!"

Philosophie der Läufer

Pain is temporary - pride is forever!

Albert Einstein - Dummheit

Zwei Dinge sind unendlich - das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Optimistische Menschen

Wo ein Begeisterter steht ist der Gipfel der Welt!

Joseph von Eichendorff

Banner-Websozis

Soziserver - Webhosting von Sozis für Sozis WebSozis

Otto Wels - 1933

"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!"

Abraham Lincoln

Man kann einige Menschen die ganz Zeit zum Narren halten
und alle Menschen einige Zeit, aber man kann nicht alle Menschen
die ganze Zeit zum Narren halten.

Revolution-Bayern

Na mach´ma halt a Revolution, dass endli wiada a Rua is!---Bayern 1918