Zukunftskonferenz 2009:Kinderbetreuung und musische Erziehung

Veröffentlicht am 20.10.2009 in Bildung

Berg – „Der heutige Abend war eine beeindruckende Leistungsschau der Arbeit in den Betreuungs- und Freizeiteinrichtungen für unsere Kinder und Jugendlichen“, meinte Bürgermeister Helmut Himmler am Ende der Zukunftskonferenz zum Thema Kinderbetreuung.
Eine große Anzahl von Betreuerinnen, Elternbeiräten, Gemeinderäten, Kinderpflegerinnen und interessierten Eltern waren mit den Pfarrern Werner Müller aus Berg und Johann Reicherzer aus Gnadenberg ins Gashaus Lindenhof gekommen, um Situation und Entwicklung der fünf Kindergärten in der Gemeinde Berg zu diskutieren und Informationen aus den Einrichtungen zu erhalten. Dabei wurde eine durchweg hohe Zufriedenheit mit Art und Umfang der Betreuung festgestellt.

Zukunftskonferenz 2009:Kinderbetreuung und musische Erziehung – breite Palette an Angeboten – kostenloses letztes Kindergartenjahr in der Gemeinde Berg

• Jugendsinfonieorchester Berg:
Kulturreferent Hannes Stepper sprach von einer rasanten Entwicklung beim Jugendsinfonieorchester Berg, wo derzeit rund 120 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Orchestern das Musizieren erlernen und erproben. Bei seinen Auftritten sorge das Orchester stets für Furore und nach den großen Konzerten im Reitstadl werde am 20. Dezember in Neumarkt ein Weihnachtskonzert zusammen mit dem evangelischen Gospelchor stattfinden.

• Frühkindliche Entwicklung:
Sigrid Hönig bietet seit einigen Wochen im Gemeinschaftshaus Loderbach musikalische Früherziehung an, wobei die Nachfrage alle Erwartungen übertroffen hat. Aktuell werden 70 Kinder an musische Früherziehung und den Instrumentalunterricht herangeführt.
Die Gemeinde Berg unterstützt die musikalische und musische Bildung der Kinder und stellt Räumlichkeiten kostenlos für den Unterricht zur Verfügung, z. B. auch für die Jugendkunstschule der Faber-Castell-Akademie.

• Geburtenentwicklung Berg:
Der Bürgermeister berichtete über die Geburtenentwicklung in Berg, die sich mit der allgemeinen Situation im Land deckt und folgendermaßen darstellt:

2001: 81 Geburten
2002: 87“
2003: 71“
2004: 65“
2005: 61“
2006: 71“
2007: 53“
2008: 61“
2009: ca. 65“

Wenn im Januar 2010 die Kinderkrippe zu Kosten von rund 490.000,- Euro in Betrieb gehe, werde man in der Gemeinde mit der umgesetzten Ferienbetreuung ein optimales, flexibles Betreuungsangebot für die Kinder und Familien anbieten. Darüber hinaus besuchen 11 sog. Gastkinder Kindergärten in Nachbargemeinden und in Nürnberg, wobei die Gemeinde einen Finanzierungsanteil an die jeweilige Einrichtung leistet.

Himmler informierte, dass Gastkinderregelungen trotz eines ausreichenden Angebots im Gemeindebereich stets im Sinne der Eltern und Kinder entschieden und geregelt werden und auch künftig eine Kooperation mit Nachbarkommunen sinnvoll und notwendig sei.

Die Gemeinde gibt – so der Bürgermeister – im Jahr 2009 etwa 1,16 Millionen Euro für den Aufgabenbereich Kindergärten aus. Dies seien Personal-, Betriebs- und Unterhaltskosten sowie die Finanzierung der Kinderkrippe in Berg. Darüber hinaus übernimmt die Gemeinde ab September 2009 die Elternbeiträge für das letzte Kindergartenjahr und leistet damit konkrete Unterstützung ihrer Familien. Die Übernahme der Elternbeiträge werde den Gemeindehaushalt mit jährlich ca. 60.000,- Euro beanspruchen.

Die Betreuung von Kindergartenkindern während der Ferienzeit solle ausgeweitet und bedarfsgerecht gestaltet werden.

• Kindertagesstätte Berg:
Annelies Schraufl berichtete von 140 Kindern, die derzeit in sechs Gruppen im Kindergarten St. Vitus in Berg betreut werden, darunter 22 Hortkinder mit Mittagessen und Nachmittagsbetreuung. Die seit Jahren festzustellende Konzentration auf Vormittagsplätze halte an und man biete den Kindern bzw. Eltern eine breite Palette an Betreuungsangeboten. Die monatliche Änderung der Buchungszeiten sei möglich und auch den Ausbau der freiwilligen Angebote sowie der Schulkinder- und Ganztagesbetreuung werde man weiter vorantreiben. Neu sei die Kinderkrippe ab Januar sowie die Ferienbetreuung.

• Kindergarten Loderbach:
In Loderbach sind nach Auskunft der Leiterin Kerstin Grad derzeit 20 Kinder in einer flexiblen Vormittagsgruppe in Betreuung. Es gebe in Loderbach nur 28 Schließtage und mit der Betreuungszeit von 7.30 Uhr bis 14.00 Uhr bestehe hohe Zufriedenheit. Man habe ein Integrationskind und immer mehr Kinder im zweiten Lebensjahr, also erhöhten Betreuungsaufwand.

• Kindergarten Unterölsbach:
Völlig ausgelastet ist nach Angaben von Heidi Mauer – Leiterin des Kindergartens St. Birgitta – die zweigruppige Betreuungsstätte in Unterölsbach. In der Vormittags- und Langzeitgruppe sind insgesamt 50 Kinder untergebracht. Viele Kinder essen regelmäßig im Kindergarten und man biete über die übliche Betreuung hinaus unterschiedliche Bildungsangebote an. Das Raumangebot in Unterölsbach sei äußerst knapp bemessen. Für Vorschulkinder werde eine gezielte Förderung durchgeführt. Im kommenden Jahr werde es wegen der vielen ausscheidenden Vorschulkinder eine spürbare Entlastung in der Einrichtung geben.

• Kindergarten Sindlbach:
Sabine Kratzer vom Kindergarten St. Jakobus in Sindlbach informierten die Teilnehmer der Konferenz über die elternfreundlichen Kindergartengebühren in Sindlbach und die unterschiedlichen Buchungszeiten zwischen 8 und 14.00 Uhr. Derzeit besuchen 25 Kinder den eingruppigen Kindergarten in Sindlbach. Am Dienstag und Donnerstag ist die Einrichtung bis 15.30 Uhr geöffnet und es werde ein Mittagessen angeboten.

• Berger Kindernest:
Das „Berger Kindernest“ – eine private Einrichtung in der Neumarkter Straße mit 15 Plätzen, für die eine Betriebserlaubnis vorliegt und die auch von der Gemeinde als bedarfsnotwendig anerkannt wurde, ist voll belegt und bietet flexible Betriebszeiten für alle Altersgruppen, einschließlich Schulkinderbetreuung, informierte Astrid Dumhard – Leiterin des Kindernestes.

Bürgermeister Helmut Himmler betonte nach intensiver Diskussion der Thematik die Wichtigkeit des Aufgabenbereichs Kinderbetreuung, der vorschulischen Bildung, und daraus resultierend der wachsenden Bedeutung einer guten Kooperation zwischen Schulen und Kindergärten. Er dankte abschließend allen, die in den Berger Kindergärten Tag für Tag engagierte, aber auch anstrengende Arbeit leisten und das Wichtigste und Wertvollste betreuen, was ein Gemeinwesen hat – nämlich die weniger werdenden Kinder und damit die Zukunft schlechthin. Es müsse und werde auch künftig eine der ganz wesentlichen Aufgaben von Kommunen und freien Trägern sein, ein qualitativ hochwertiges Angebot der Kinderbetreuung im Sinne der Familien sicherzustellen. In diesem Sinne sei in Berg die Kirche ein bewährter und zuverlässiger Partner der politischen Gemeinde. Die Beibehaltung bzw. Verbesserung eines kinder- und jugendfreundlichen Klimas gemäß dem Leitbild der Gemeinde Berg sei und bleibe ein wichtiges Ziel für die „bei uns lebenden Menschen und insbesondere auch für kommunalpolitisches Handeln“.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
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