Wer die Macht hat schreibt die Geschichte um

Veröffentlicht am 18.03.2010 in Bildung

In Texas wird der Kapitalismus abgeschafft. Jedenfalls auf dem Papier. Schüler in dem zweitgrößten US-Bundesstaat sollen in Zukunft anstatt des »negativ behafteten Begriffs« von der besser klingenden »freien Marktwirtschaft« sprechen, wie ein republikanisches Mitglied des Erziehungsausschusses in Austin, Texas, kürzlich erklärte.

Diese und andere – weitaus ernst zu nehmendere – Änderungen hat die staatliche Einrichtung nun nach einer dreitägigen, hitzigen Debatte vorab beschlossen. Die zehn Republikaner in dem 15köpfigen Ausschuss stimmten Ende vergangener Woche geschlossen für nichts geringeres als eine christlich-konservative Neuausrichtung des Lehrplans. Die Änderungen in den Fächern Geschichte, Wirtschaft und Soziologie beruhen auf Vorschlägen eines Lehrergremiums. Fachleute wie Historiker oder Wirtschaftswissenschaftler konsultierte der Ausschuss vor der Abstimmung nicht. Die Lehren der Kapitalismus-Verfechter Friedrich von Hayek und Milton Friedman rücken noch stärker in den Vordergrund, die Kommunistenhetze in der McCarthy-Ära soll hinsichtlich ihrer »positiven Resultate« beleuchtet und der Unterricht über die Bürgerrechtsbewegung um »gewalttätige Weltanschauungen« namentlich der Black Panther Partei ergänzt werden. Unter die Räder der Geschichtsumschreibung kommt auch einer der Gründer der USA. Der Autor der Unabhängigkeitserklärung und dritte Präsident der USA, Thomas Jefferson, fällt in Ungnade, weil er sich für die Trennung von Kirche und Staat einsetzte.
Quelle: junge Welt

Anmerkung RS: Wer die Macht hat, schreibt die Geschichte.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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