Wenn die Utopie explodiert

Veröffentlicht am 30.09.2015 in AntiFa/Migration

Die Träume der Immigranten von einem freien Leben in Europa werden sich kaum erfüllen. Gerade deshalb müssen wir die Bedingungen der globalen Wirtschaft, die dazu führen, dass Menschen weltweit als Sklaven leben, radikal verändern. 

Vier konstruktive Vorschläge zur Flüchtlingsfrage. […]
Was also soll man mit den Hunderttausenden verzweifelten Menschen tun, die vor Krieg und Hunger geflohen sind und in Nordafrika darauf warten, das Meer zu überqueren und Zuflucht in Europa zu finden? Darauf gibt es im Wesentlichen zwei Antworten. Die Linksliberalen fragen empört, wie Europa es zulassen kann, dass Tausende im Mittelmeer ertrinken – sie plädieren dafür, dass Europa sich solidarisch zeigen und seine Tore weit öffnen sollte. Die populistischen Einwanderungsgegner dagegen sind der Meinung, dass wir unsere Lebensweise verteidigen und die Afrikaner ihre Probleme selbst lösen lassen sollten.
Beide Lösungen sind schlecht, doch welche ist schlechter? Um Stalin zu paraphrasieren: Sie sind beide schlechter.
Die größten Heuchler sind zweifellos diejenigen, die offene Grenzen propagieren: Insgeheim wissen sie, dass es dazu nie kommen wird, weil eine populistische Revolte in Europa die Folge wäre. Sie spielen die schöne Seele, die sich über die verdorbene Welt erhaben fühlt, aber heimlich gern mit dabei ist. Auch die populistischen Einwanderungsgegner wissen ganz genau, dass es den Afrikanern, wenn man sie sich selbst überlässt, nicht gelingen wird, ihre Gesellschaften zu ändern. Warum nicht? Weil wir Westeuropäer sie daran hindern. […]
Man sollte es also vermeiden, sich auf das liberale Spiel „Wie viel Toleranz können wir uns leisten?“ einzulassen: Sollen wir es tolerieren, wenn sie ihre Kinder daran hindern, staatliche Schulen zu besuchen? Wenn sie ihre Frauen zwingen, sich auf bestimmte Weise zu kleiden? Wenn sie brutal gegen die Homosexuellen in ihren Reihen vorgehen? Auf dieser Ebene sind wir natürlich nie tolerant genug. Oder aber immer schon zu tolerant und missachten die Rechte von Frauen und so weiter. Aus dieser Sackgasse findet man nur einen Ausweg, wenn man über die bloße Toleranz gegenüber anderen hinausgeht: Respektiert die anderen nicht einfach nur, bietet ihnen einen gemeinsamen Kampf an, da unsere Probleme heute gemeinsame Probleme sind!
Flüchtlinge sind der Preis der globalen Wirtschaft. In unserer Welt zirkulieren Waren frei, nicht aber Menschen: Neue Formen von Apartheid bilden sich heraus. Das Thema der Bedrohung, von Fremden überschwemmt zu werden, wohnt dem Kapitalismus grundsätzlich inne, sie ist ein Gradmesser für das, was an der kapitalistischen Globalisierung falsch ist. Es scheint, als wollten die Flüchtlinge die freie globale Warenzirkulation auch auf Menschen ausweiten.
Quelle: Slavoj Žižek in der ZEIT

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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21.06.2021 19:59 DAS SOCIAL-MEDIA-BRIEFING AUS DEM WILLY-BRANDT-HAUS – DAS BESTE AUS DEM INTERNET | KW 25
Jeden Montag verschickt die Leiterin der Digitalen Kanäle, Carline Mohr, ein persönliches Mailing für all die Menschen da draußen, die nicht 24/7 auf Facebook & Co. unterwegs sind und dennoch nichts verpassen wollen. Darin: jeweils die Netz-Highlights der letzten Woche. weiterlesen auf https://www.spd.de/aktuelles/detail/news/das-beste-aus-dem-internet-kw-25/21/06/2021/

21.06.2021 19:55 1von400Tausend werden
#1VON400TAUSEND Warum eigentlich SPD? Warum Sozialdemokratie? Die Antworten auf diese Frage sind bunt. Sie sind laut und trotzig, sie sind stolz und liebevoll. Wir sind rund 400.000 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Und jede*r von uns bringt seine eigene, besondere Geschichte mit. Einige davon erzählen wir in unserem Projekt #1von400Tausend. Zum Beispiel haben wir mit Olga gesprochen.

16.06.2021 12:54 OLAF SCHOLZ BEI „FARBE BEKENNEN“-„JETZT DIE WEICHEN RICHTIG STELLEN“
Vizekanzler Olaf Scholz hat in der ARD klar gemacht, warum wir gemeinsam eine bessere Zukunft für uns alle gestalten können – und warum die Union dringend auf die Oppositionsbank gehört. Der SPD-Kanzlerkandidat wirft der Union vor, sich wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft unseres Landes zu verweigern. Das Verhalten der Union „kostet uns Wohlstand und Arbeitsplätze“,

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