Von der Ortsumgehung Berg und strategischen Verkehrsplanungen

Veröffentlicht am 29.03.2012 in Verkehr

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mitunter werden gute, aber nicht realistische Ideen mit zeitlicher Verzögerung bzw. bei veränderten Gegebenheiten als neue, großartige Strategien verkündet – wir kennen das zur Genüge.
So ähnlich ist die aktuelle Diskussion um eine direkte Verkehrsanbindung vom Blomenhof/Stadt Neumarkt zur Autobahnauffahrt Neumarkt/Loderbach.

Im Jahr 1998 hat mir Werner Klebl diese bestechende Idee vorgestellt und ich habe sie damals auch dem Straßenbauamt Regensburg unterbreitet – allerdings ohne Resonanz. Die Begründung Klebls war bereits damals, dass eine direkte Anbindung Blomenhof – A 3 einen Großteil des Verkehrs (insbesondere den Güterverkehr) von Neumarkt zur Autobahn führen werde und damit die teure Ortsumfahrung von Berg vermieden werden könnte.

Jetzt ist dieser Gedanke konkret und aus unserer Berger Sicht von größtem Interesse. Die Realisierungschancen sind nunmehr auch wesentlich besser, da beträchtliche ökonomische Interessen hinter dem Zukunftsprojekt stehen. Die Firma Bögl muss beispielsweise in den nächsten Jahrzehnten gewaltige Tonnagen vom Werk Sengenthal zur Autobahn bringen und das wird auf den derzeitigen Verkehrswegen nicht mehr verträglich funktionieren.

Die Ortsumfahrung Berg ist jetzt im 7. Ausbauplan für Staatsstraßen in die 1. Dringlichkeit eingestuft und kann damit binnen der nächsten 10 Jahre umgesetzt werden. Gleichwohl kann sich die Verkehrsinfrastrukturplanung für uns in Berg angesichts der veränderten Gegebenheiten völlig ändern – zu unserem Vorteil.

Die Ortsumfahrung Berg mit einer Länge von 3,6 km und geschätzten Kosten von 5,8 Millionen Euro brächte bei einer Frequentierung von bis zu 10.000 Fahrzeugen pro Tag rund zwei Drittel des Verkehrs auf die Umgehung – hätte aber auch einige gravierende Nachteile:

• Die Trasse führt relativ weit von Berg weg bis zur Autobahn, so dass der Landverbrauch beträchtlich wäre. Viele landwirtschaftlich genutzten Grundstücke und die Landschaft zwischen Berg und der A 3 würden „zerschnitten“.
• Die Ortsumfahrung erfordert zwei aufwändige Brückenbauwerke an der Schwarzach mit den damit unweigerlich einhergehenden ökologisch bedenklichen Eingriffen in die Schwarzachauen.
• Eine Neutrassierung der Staatsstraße außerhalb von Berg entlastet zwar den Ort Berg – nicht aber Richtheim, Riebling, Meilenhofen und Oberölsbach.

Diese hier in aller Kürze dargelegten Fakten zeigen sehr klar, dass die Verkehrsspange Blomenhof – Autobahn A 3 viele Vorteile und Gewinner hätte: bessere Verkehrsanbindung für den Güter- und Individualverkehr der Stadt Neumarkt, Entlastung der Anwohner von Loderbach/Richtheim bis Oberölsbach, Schutz landwirtschaftlicher Nutzflächen sowie der Schwarzachauen.
Auch die merkantile Betrachtung führt zu keinen Mehrkosten, denn die für die Ortsumfahrung Berg eingeplanten 5,8 Millionen Euro aus Haushaltsmitteln des Freistaats Bayern könnten wohl durch Kabinettsbeschluss der Staatsregierung für das Projekt Blomenhof umgeleitet werden.

An dem „Blomenhof-A 3-Projekt“ arbeiten derzeit Gebietskörperschaften, Abgeordnete, der Staat und es finden stetig Abstimmungsgespräche statt. Die Umsetzung der bestehenden Vision Werner Klebls wird aber nach heutiger Einschätzung noch Jahre dauern. Die Chancen stehen durchaus gut und das ist sehr erfreulich für uns in Berg.

Vor definitiven Entscheidungen werden wir aber detaillierte Untersuchungen verlangen, in welchen die Entlastungsfunktion der Spange Blomenhof gegenüber der Ortsumgehung von Berg zu belegen wäre.

Ihr
Helmut J. Himmle

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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