Verkehrsinfrastruktur in der Gemeinde Berg wird weiter ausgebaut - ÖPNV optimieren

Veröffentlicht am 17.08.2015 in Verkehr

In der Flächengemeinde Berg sei man - so Bürgermeister Helmut Himmler bei der letzten Sitzung des Gemeinderates in Gnadenberg - täglich auf das Auto und somit gute Straßen angewiesen – sie steigern die Sicherheit für alle Verkehrsteinehmer.

Daher sei es eine bleibende Aufgabe der kommunalen Politik, auch im ländlichen Raum, Straßen, Radwege und den ÖPNV stetig auszubauen, denn gute Verkehrsbedingungen beim Individualverkehr sowie beim ÖPNV seien in Zukunft noch mehr als in der Gegenwart nicht zu unterschätzende Elemente der Lebensqualität in den Dörfern. Man wolle schließlich auch die älteren Menschen in der Gemeinde halten und zur Erreichung dieser Zielsetzung seien Investitionen in den ÖPNV sinnvoll und erforderlich.

Die Gemeindeverbindungsstraßen von und zu den 34 Gemeindeteilen seien saniert und in gutem Zustand. Als letzte Straßenbaumaßnahme wurde die Verbindung zwischen Gnadenberg und Hagenhausen (Stadt Altdorf) neu gebaut.

Die Ortsumfahrung Berg ist im Ausbauprogramm der Staatsstraßen für Bayern in der 1. Dringlichkeit und nach den durchgeführten Vermessungsarbeiten werde an ersten Planungen beim Staatlichen Bauamt in Regensburg gearbeitet.

Realisiert sind inzwischen die Sanierung der Ortsdurchfahrt Berg sowie der Kreisverkehr Unterölsbach der Staatsstraße 2240. Die Ortsumfahrung Oberölsbach wird in Kooperation mit dem Landkreis angegangen.

Darüber hinaus hat der Bürgermeister die Sanierung der Staatsstraße zwischen Öberölsbach und Schleifmühle an der Bezirksgrenze Oberpfalz-Mittelfranken beim Bauamt dringend gefordert.
Zur Freude der lärmgeplagten Menschen an der A3 wird zur Zeit der Lärmschutz im Bereich Ober- und Unterölsbach gebaut und im Spätherbst abgeschlossen werden.

Nach Fertigstellung des großen Radwegeprojektes im Norden der Gemeinde zwischen Reicheltshofen durch das Rohrenstädter Tal nach Unterölsbach läuft aktuell die Ausschreibung des nächsten Radweges zwischen Berg und Hausheim, der von der Berger Seniorenbeauftragten Anita Vogel und wiederholt von Hausheimer Bürgerinnen und Bürgern im Sinne der Verkehssicherheit gefordert wurde. Dieser Bau wird noch im Herbst 2015 gebaut.

Die Gemeinde Berg verfügt nach Aussagen des Bürgermeisters für ländliche Bedingungen über ein relativ gutes ÖPNV-Angebot mit einem dichten Bussystem, dem Anrufsammeltaxi AST in den Abendstunden und am Wochenende sowie darüber hinaus dem Rufbus mit einem Angebot während des Tages.

Nach der bereits beschlossenen Verlängerung des AST-Verkehrs in Kooperation mit dem Landkreis hat der Gemeinderat nun auch die Weiterführung des Rufbus-Verkehrs Berg vom 01.04.2016 bis 31.03.2019 beschlossen.

Der im Jahr 2013 zwischen dem Landkreis Neumarkt i.d.OPf. und der Gemeinde Berg geschlossene Vertrag über die Einrichtung einen Rufbus-Verkehrs für vorerst probeweise drei Jahre endet am 31.03.2016. Für diesen Zeitraum erfolgte eine staatliche Förderung in Höhe von 70 Prozent. Die verbleibenden Restkosten wurden jeweils zur Hälfte vom Landkreis Neumarkt i.d.OPf. und von der Gemeinde Berg getragen.

Einmütig wurde vom Rat der Gemeinde entschieden, dass der Rufbus-Verkehr Berg (VGN-Linie 511 "Berg-Neumarkt" und VGN-Linie 558 "Berg-Altdorf") ab 01.04.2016 - wieder auf drei Jahre befristet - weitergeführt werden soll.

Zu den Kosten ab 01.04.2016 teilt Himmler mit, dass die Förderung dieser Maßnahme durch den Freistaat Bayern künftig nur noch 30 Prozent betragen werde. Die Beteiligungen der Gemeinde Berg und des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. an den anderweitig nicht gedeckten Kosten werden sich daher ab 01.04.2016 deutlich erhöhen. Die verbleibenden Restkosten müssen jeweils zur Hälfte vom Landkreis Neumarkt i.d.OPf. sowie von der Gemeinde Berg getragen werden. Im Jahr 2014 lagen die Rufbus-Kosten bei 6.100 Euro und ab 2016 müsse man mindestens mit einer Verdoppelung der Kostenbeteiligung der Gemeinde rechnen.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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