Trassenkonferenz Pegnitz: Süd-Ost-Gleichstromtrasse ist unnötig!

Veröffentlicht am 24.02.2014 in Regionalpolitik

Der Infrastrukturforscher Christian von Hirschhausen bezeichnete die Gleichstrompassage Süd-Ost als völlig überflüssig. Die Thesen des Professors vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin: Die Trasse sei eine Leitung für Braunkohlestrom, und die Versorgungssicherheit in Bayern sei ohne die Trasse auch nach Abschaltung des letzten Kernkraftwerkes im Jahr 2022 keineswegs in Gefahr.

Zahlreiche Wissenschaftler, Abgeordnete, Vertreter der Bürgerinitiativen aus ganz Bayern, Landräte, Bürgermeister, Kommunalpolitiker und Medienvertreter waren am Montagabend der Einladung des Pegnitzer Bürgermeisters Uwe Raab gefolgt und kamen in die Wiesweiherhalle zur "Stromtrassenkonferenz Süd-Ost". Auch Prof. Franz Walter vom "Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen" war zur hochkarätig besetzten Veranstaltung gekommen.

Der Infrastrukturforscher Christian von Hirschhausen bezeichnete die Gleichstrompassage Süd-Ost als völlig überflüssig. Die Thesen des Professors vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin: Die Trasse sei eine Leitung für Braunkohlestrom, und die Versorgungssicherheit in Bayern sei ohne die Trasse auch nach Abschaltung des letzten Kernkraftwerkes im Jahr 2022 keineswegs in Gefahr.
Auch zur Basis des Gesetzgebungsverfahrens und der Kenntnisse der Bundestagsabgeordneten, welche die Stromtrasse gesetzlich vorgegeben haben, äußerte sich der renomierte Wissenschaftler aus der Bundeshauptstadt unmißverständlich: "Es gibt keinen einzigen Bundestagsabgeordneten, der auch nur die entfernteste Ahnung hätte, was da gerechnet wurde." Denn, so von Hirschhausen: "Diese Daten stehen nicht zur Verfügung."

Von Andrea Hennecken, Fachanwältin für Verwaltungsrecht, erfuhren die Teilnehmer der Konferenz, dass es bei Gleichstrom keine Grenzwerte für elektrische Felder gebe und Nordrhein-Westfalen einen "Abstandserlass NRW" von Stromtrassen zur Wohnbebauung habe. Einen "Abstandserlass Bayern" hingegen gebe es nicht.
Ab sofort liegen die Pläne zum Bau der Gleichstrompassage Süd-Ost auf Eis. Der Netzbetreiber Amprion hat mitgeteilt den "Antrag auf Bundesfachplanung" für die Gleichstrompassage Süd-Ost bis auf weiteres nicht stellen.Der Antrag auf Bundesfachplanung wäre der erste Schritt im Planverfahren für die Stromautobahn gewesen. Dieses "Verzögern der Fachplanung - so die Einschätzung von Bürgermeister Helmut Himmler - sei durch Einflußnahme der Politik zustande gekommen und habe letztlich nur die Bedeutung, das für die politische Klasse unangenehme Thema über die Kommunalwahlen, die Europawahl im Mai sowie die Landtagswahl in Thüringen im Herbst zu schieben. Prof. Hirschhausen meinte hierzu in Pegnitz, dass man sich auf einen etwa dreijährigen Prozess einstellen müsse, bis definitiv über die Gleichstrompassage Süd-Ost entschieden werde.

Einstimmig wurde von den Konferenzteilnehmern beschlossen, die nicht erforderliche Gleichstromtrasse zu verhindern. Die vermeintliche Alternative einer Erdverlegung der Stromleitung stelle sich daher gegenwärtig nicht. Diskutiert wurde auch die erforderliche Organisation der BI´s für die Zeit der Auseinandersetzung. "Gemeinsam sind wir eine Macht!" - so Bürgermeister Raab in seinem mit großen Beifall bedachten Schlußwort.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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