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Helmut Himmler, Bürgermeister.

Otto Wels - 1933 :

"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!"

Abraham Lincoln :

Man kann einige Menschen die ganz Zeit zum Narren halten
und alle Menschen einige Zeit, aber man kann nicht alle Menschen
die ganze Zeit zum Narren halten.

Revolution-Bayern :

Na mach´ma halt a Revolution, dass endli wiada a Rua is!---Bayern 1918

 

Teufelskreis der Belastung in Pflegeberufen :

Soziales

”Wir bräuchten dringend mehr examinierte Fachkräfte”, erzählt Bärbel Rogait, Pflegeleiterin bei einem ambulanten Pflegedienst in Berlin, “unsere Krankenschwestern arbeiten an der Belastungsgrenze”.

Früher zum Beispiel, schildert Rogait, blieben Patienten, die intravenös über einen Katheter versorgt wurden, im Krankenhaus. Heute aber werden die Betroffenen nach Hause entlassen, eine ambulante Pflegekraft muss dann bei der sogenannten Portversorgung die Zugänge legen. Die Arbeitsverdichtung pro Fachkraft habe “enorm zugenommen”, schildert die Pflegedienstleisterin, die schon 40 Jahre in der Branche arbeitet.
Die Belastung entwickelt sich zum Teufelskreis, denn wegen des Stresses “gehen viele in andere Berufe oder reduzieren auf Teilzeit”, so Rogait. Das wiederum verstärkt den Fachkräftemangel und damit die Arbeitsverdichtung für diejenigen, die in der Branche noch ausharren.
Vor kurzem warnte der Arbeitgeberverband Pflege, dass aufgrund des Mangels an examinierten Pflegekräften bald Stationen oder Heime geschlossen werden müssten. Der Arbeitgeberverband erwartet bis zum Jahre 2020 in der Pflege einen zusätzlichen Bedarf von 300.000 Arbeitskräften, davon 77.000 Fachkräften.
Dabei könnte die Arbeit unter besseren Bedingungen sogar Freude machen: “Ich mag eigentlich meinen Beruf”, sagt Rogait. In ihrem Pflegedienst gibt es nur ein Zweischichtsystem. Eine Fachkraft verdient brutto zwischen 2.500 und 3.000 Euro im Monat. Das Dreischichtsystem in Kliniken und Heimen ist für viele Frauen ein großes Problem. “Viele Alleinerziehende bekommen die Schichtdienste nicht mit der Kinderbetreuung unter einen Hut”, sagt Verbandssprecherin Knüppel.
Quelle: taz

Anmerkung Jens Berger: Wenn Fachkräfte tatsächlich zwischen 2.500 und 3.000 Euro im Monat bekommen würden, gäbe es womöglich auch keine Personalnot. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ist es jedoch vielmehr so, dass 72% aller Beschäftigten in der Pflegebranche weniger als 2.000 Euro brutto bekommen. Eine Verbesserung der Löhne ist jedoch im unteren Lohnbereich durch die Einführung eines branchenspezifischen Mindestlohns von 8,50 Euro (West) und 7,50 Euro (Ost) zu erwarten.

 

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