SPD-Kreistagsfraktion sieht große Wachstumspotentiale in der „Gesundheitswirtschaft“

Veröffentlicht am 12.07.2010 in Gesundheit

Der Bereich der „Gesundheitswirtschaft“ ist nach Einschätzung der SPD-Fraktion im Kreistag eine der herausragenden Zukunftsbranchen im 128.000 Einwohner zählenden Landkreis Neumark. Daher gelte es, sich zukunfts- und wettbewerbsfähig zu machen, zumal in der Nachbarschaft im Großraum Nürnberg-Erlangen sowie Regensburg Kliniken der höchsten Versorgungsstufe als Wettbewerber vorhanden seien.

Fraktionsvorsitzender Helmut Himmler nannte dazu einige bemerkenswerte Zahlen. Die sog. Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft mit allen vorhandenen Dienstleistern sei im Zeitraum von 1996 bis 2006 von 160 Millionen Euro aif 280 Millionen Euro gestiegen und dürfte aktuell bei über 300 Millionen Euro liegen. Der Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung mache knapp neun Prozent aus und im Bereich der Gesundheitswirtschaft im Landkreis Neumarkt arbeiten inzwischen rund 6.000 Menschen. Daher – so Bürgermeister Himmler – sei die Gesundheitsbranche mit der Bauwirtschaft der bedeutsamste Wirtschaftsbereich im Landkreis Neumarkt und ein „Jobmotor“ in Gegenwart und Zukunft.

Zur Vertiefung der Thematik ließen sich die Kreisrätinnen und Kreisräte der SPD im Landkreis im Klinikum Neumarkt vom Personalratsvorsitzenden Richard Feihl und Peter Weymayr, dem Vorstand des Kommunalunternehmens Kliniken Neumarkt und Parsberg, über Situation, Entwicklung und Perspektiven der Krankenhäuser informieren. Kreisvorsitzende Carolin Braun lobte die „herausragende Arbeit“ von Weymayr, denn durch seine Tätigkeit seien die medizinischen und pflegerischen Angebote enorm ausgeweitet worden. Die Kliniken in Neumarkt und Parsberg seien wichtige Gesundheitszentren für die Bevölkerung und darüber hinaus attraktiv für Patienten in den angrenzenden Regionen Neumarkts.

Andre Radszun würdigte im Namen der SPD ausdrücklich die Arbeit aller Beschäftigten und insbesondere auch des Pflegepersonals an den Kliniken. Neben den Ärzten seien sie nämlich – so der Seubersdorfer Kreisrat - prägende Faktoren für die sehr gute Akzeptanz der Häuser in Neumarkt und Parsberg.

Der Vorstand berichtete von 1037 Beschäftigten am Klinikum Neumarkt. Damit sei das Klinikum der größte Arbeitgeber in der Stadt Neumarkt. Am Krankenhaus Parsberg seien 87 „Köpfe“ tätig und die Servicegesellschaft des Kommunalunternehmens beschäftige weitere 256 Arbeitskräfte.

Richard Feihl meinte, dass die Leistungsanforderungen an die Mitarbeiter nicht weiter steigerbar seien und nur zufriedene Mitarbeiter gute im Sinne von motivierten Mitarbeiter seien. Daher gebe es eine Vereinbarung, dass zur Ausweitung der Leistungen am Klinikum auch die entsprechende Erhöhung der Mitarbeiter stattfinden müsse.

Der Parsberger Kreisrat Erwin Jung sagte Weymayr die Unterstützung der SPD-Kreistagsfraktion zum Zubau weiterer 60 Betten für die Weiterentwicklung der medizinischen Angebote und zur Wettbewerbsverbesserung zu.

„Ein wichtiges Anliegen“ – so Josef Mayer – „war und ist der SPD die Installation einer Station für Kinderheilkunde am Neumarkter Krankenhaus.“ Diese sei wegen der medizinischen Dienstleistungen für die Familien im Landkreis und die Positionierung des Kinikums in der Region äußerst bedeutsam.

Hierfür gebe es jetzt möglicherweise eine Perspektive. Ähnlich dem sog. Ansbacher Modell arbeite das Klinikum – so Peter Weymayr – zusammen mit Amberg an einer Kooperation mit der Knopf´schen Kinderklinik in Nürnberg und den Kinderärzten in Neumarkt an der Einrichtung einer Pädiatrie – Station mit 10 Betten. Positiver Nebeneffekt der Kinderheilkunde sei auch , dass dann sicher auch die Anzahl der Geburten am Klinikum Neumerkt wieder steigen würde.

Die SPD-Kreistagsfraktion hält nach abschließender Bewertung ihres Vorsitzenden Helmut Himmler angesichts der gesellschaftlichen und demograhischen Veränderungen mit starken Wettbewerbern in der unmittelbaren Nachbarschaft den expansiver Kurs des Vorstands mit gezielten Ausweitungen des Leistungsspektrums in Neumarkt und Parsberg für richtig sowie geboten für die Zukunft und will ihn daher eindringlich unterstützen.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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