SPD-Kreistagsfraktion fordert Ausweitung der Arbeit bei der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Neumarkt

Veröffentlicht am 30.05.2010 in Familie

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert ein konsequentes Umsteuern angesichts beträchtlich steigender Kosten in den Bereichen Jugendhilfe und soziale Sicherung. Bei den Kommunen, in der Justiz, den Jugendämtern und dem Gesundheitswesen kämen in erschreckendem Umfang die Kosten der ausufernden sozialen Defizite in Gesellschaft und Familien an. Daher muss intensiver in qualitativ gute, präventive Beratung investiert werden.

Die SPD-Kreistagsfraktion besuchte vor einigen Wochen die Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen in Neumarkt und ließ sich über die unverzichtbare und professionelle Arbeit der Hilfseinrichtung für die Familien im Landkreis informieren.

Nach Aussagen von Frau Alice Sartor- Muswieck - der Leiterin der Einrichtung - gibt es die Stelle in Trägerschaft der Diözese Eichstätt in Neumarkt seit 35 Jahren und im Jahr 2000 kam die Außenstelle Dietfurt dazu. Die Nachfrage nach Beratung sei von Jahr zu Jahr gestiegen und im Jahr 2009 seien 1757 Beratungsstunden für 445 Klienten geleistet worden. Rund ein Drittel der Ratsuchenden kommt aus der Stadt Neumarkt.

Die EFL sei mit vier Teilzeitkräften – umgerechnet seien das 1,4 Vollzeitstellen – personell äußerst knapp besetzt. Seit 2003 arbeite man mit unveränderter Personalkapazität, obwohl das Beratungsvolumen seit dieser Zeit um 20 Prozent zugenommen habe.

Das Beratungsangebot der kirchlichen Stelle stehe allen Bürgern unabhängig von der Konfession oder dem Familienstand zur Verfügung und jeder Ratsuchende werde so angenommen wie er sei. Als der Situation nicht angemessen bezeichnete Alice Sartor – Muswieck die Refinanzierung der Beratungsstelle Neumarkt durch die öffentliche Hand, denn der Freistaat Bayern trage 12,73 Prozent der Kosten und lediglich 3,52 Prozent kämen vom Landkreis Neumarkt. Die Beratung sei für die Klienten zwar kostenfrei, trotzdem sei man auf deren Spenden dringend und in immer größerem Ausmaß dringend angewiesen. Die Kirche trage demzufolge den wesentlichen Finanzierungsanteil und betrachte Hilfe für Familien als eine ihrer vielfältigen Alltagsaufgaben.

Aus dem SGB VIII ergibt sich ein Beratungsanspruch von Eltern minderjähriger Kinder und Jugendlicher in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung. Da die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Neumarkt rund 80 Prozent der Tätigkeit für diesen Aufgabenbereich verwendet, ist eine jährliche Zuwendung aus dem Haushalt des Landkreises in Höhe von derzeit 5.000 Euro nicht mehr angemessen.

Die Kreistagsfraktion der SPD fordert daher die Mitfinanzierung einer weiteren Halbtagsstelle zur vernünftigen Bewältigung der Beratung im Sinne der Familien in der Stadt und im Landkreis Neumarkt. Diese Personalkosten von rund 30.000 Euro pro Jahr könnten zu 80 Prozent von Staat, Landkreis und Stadt Neumarkt sowie zu 20 Prozent von der Kirche getragen werden.

Alternativ müssten die Beratungsangebote am Landratsamt bzw. bei der Stadt ausgeweitet werden, um den gesetzlichen Pflichten zu entsprechen und dies komme der öffentlichen Hand sicher wesentlich teurer. Darüber hinaus ist es meistens richtig, soziale Aufgabenstellungen im Sinne der Subsidiarität von frei-gemeinnützigen Trägern bewältigen zu lassen und sich adäquat an den anfallenden Kosten zu beteiligen.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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