Sanierung und Nutzung des Pfarrstadels Gnadenberg – vergeudetes Geld oder selbstverständlicher Erhalt unseres Erbes

Veröffentlicht am 24.02.2012 in Kommunalpolitik

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
zwischen „Reißt des alte Zeug ab!“ und „Endlich eine greifbare Perspektive für das imposante Gebäude!“ habe ich alles Mögliche gehört zur Thematik „Pfarrstadel Gnadenberg“.
Der Klosterstadel ist Teil des ehemaligen Birgittenklosters Gnadenberg – 1426 gegründet und während des 30-jährigen Krieges im Jahr 1635 von schwedischen Truppen in Brand gesetzt und zerstört.

Sanierung und Nutzung des Pfarrstadels Gnadenberg – vergeudetes Geld oder selbstverständlicher Erhalt unseres geschichtlichen Erbes?

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zwischen „Reißt des alte Zeug ab!“ und „Endlich eine greifbare Perspektive für das imposante Gebäude!“ habe ich alles Mögliche gehört zur Thematik „Pfarrstadel Gnadenberg“.
Der Klosterstadel ist Teil des ehemaligen Birgittenklosters Gnadenberg – 1426 gegründet und während des 30-jährigen Krieges im Jahr 1635 von schwedischen Truppen in Brand gesetzt und zerstört. Die Klosterruine sowie die Kirche St. Birgitta mit dem Klosterstadel sind zweifellos unser wichtigstes geschichtliches Erbe und das ist Verpflichtung und Chance zugleich – mitnichten unangenehme Last.

Bayern ist gemäß Art. 3 der Landesverfassung ein Kulturstaat und demgemäß hegen, pflegen, erhalten und nutzen wir unsere vielfältigen Kulturgüter in jeder Gemeinde. Eigentümer der Klosterscheune in Gnadenberg sind zu zwei Drittel die Kirchenstiftung Gnadenberg und zu einem Drittel die Gemeinde Berg. Nicht nur vor diesem Hintergrund betrachten wir die Aufgabe als Gemeinschaftsprojekt zwischen Kirche und Gemeinde. Nach Jahrhunderten gibt es jetzt erstmals und möglicherweise einmalig die Chance einer umfassenden Sanierung des Gebäudes mit anschließender musealer Nutzung.

Die Kirchenstiftung Gnadenberg, Gemeinde Berg, Diözese Eichstätt, Bezirk Oberpfalz, Landkreis Neumarkt, Europäische Union/Leader, Freistaat Bayern und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wollen gemeinsam die beachtliche Summe von 1,531 Millionen Euro aufbringen, um das große Projekt in den nächsten Jahren zu schultern.
Die Gemeinde Berg hat gemäß dem Finanzierungskonzept stolze 356.500,- Euro zu finanzieren – Steuergelder!

Der Gemeinderat hat die Thematik intensiv diskutiert und einstimmig beschlossen, diese Summe zum Gelingen der Aufgabe in den Gemeindehaushalten der nächsten Jahre bereit zu stellen.

Ich bin der klaren Überzeugung, dass das Museumsprojekt Klosterstadel richtig, wichtig und gut ist. Unsere Generation hat jetzt die einmalige Chance, in Gnadenberg der übertragenen Verantwortung gerecht zu werden.
Es wäre unverantwortlich, die möglichen Hilfen auszuschlagen und die Jahrhundertchance entgleiten zu lassen.
Unser geschichtliches Erbe, die Kirchen, Denkmäler, Bauwerke, Naturschutzgebiete usw. werden durch die Zeiten immer wieder enorme Gelder erfordern, um sie zu sichern und kommenden Generationen weiterzureichen. Wie arm wären – bei hohem Lebensstandard – unser Land und unsere Gemeinde ohne das vielfältige historische Erbe?

Die Aufgabe Klosterstadel wird in der faktischen Finanzierung, in der baulichen Umsetzung und später im Betrieb noch schwierig genug und so manches Hindernis wird zu überwinden sein.
Auch beim Projekt „Heimat- und Mühlenmuseum Klostermühle“ gab es anfangs viele Zweifler und Bedenkenträger. Gleichwohl ist es ein großartiges Vorzeigeprojekt geworden – weil von der Gemeinde bis zur Europäischen Union viele mitgeholfen haben und ein beispielgebendes bürgerschaftliches Engagement eine Idee zur Umsetzung geführt hat.
Diesen Geist brauchen wir jetzt auch für die Klosterscheune und gelingen kann das nur in einem guten Miteinander zwischen politischer Gemeinde und Kirchengemeinde vor Ort. In einem ersten Schritt ist es von großer Wichtigkeit, das Projekt nicht als ärgerliche Last, sondern als Chance positiv und optimistisch zu kommunizieren.

Der Klosterstadel Gnadenberg soll und kann ein weiteres Markenzeichen der Gemeinde Berg werden!
Geschichte ist nicht nur vergangene, versunkene Zeit – sie wirkt in die Gegenwart und durchaus auch in die Zukunft!

Ihr Helmut J. Himmler

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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