Ruhiges Baustellengespräch in Bischberg

Veröffentlicht am 25.10.2011 in Lokalpolitik

In ruhiger, sachlicher Atmosphäre verlief bei rauem Wind das sog. Baustellengespräch Bischberg in der Gemeinde Berg am Montagabend, nachdem am gleichen Tag die Firma Bögl mit den Bauarbeiten nahe der Ballertshofener Straße begonnen hatte.

Viele Bürgerinnen und Bürger, 3. Bürgermeister Richard Feihl und Gemeinderäte waren der Einladung von Bürgermeister Helmut Himmler nachgekommen, um Informationen über das Baurecht sowie den zeitlichen Ablauf der Baumaßnahmen zu erhalten.
Der Bürgermeister informierte über die im Baugesetzbuch festgelegte Privilegierung von Windkraftanlagen im planungsrechtlichen Außenbereich. Dies bedeute, dass diese Anlagen zu genehmigen seien, sofern öffentliche Belange den Anliegen nicht entgegenstünden.

Das Verfahren sei im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen anders. Bei PV-Anlagen entscheide einzig und allein die Kommune im Rahmen ihrer Planungshoheit, ob sie Baurecht herstellen will oder nicht.
Für die Bundes- und Landespolitik sei es relativ einfach, weitreichende Ziele hinsichtlich des Ausbaus regenerativer Energien festzulegen. Die Umsetzung geschehe aber lokal vor Ort und da entstehen verständlicherweise die Konflikte mit den Bewohnern der Dörfer.
Die Sorgen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger müsse man auch ernst nehmen. Derzeit arbeite man nach den Aussagen Himmlers an einem „Regionalplan Windkraftnutzung“ für den gesamten Landkreis Neumarkt. In diesem Plan sollen alle für Windkraftanlagen nutzbaren Gebiete festgesetzt werden.

In Berg gebe es mit dem Ottenberg, Stöckelsberg/Reicheltshofen/Häuselstein, Gebertshof und Bischberg vier windhöffige Gebiete, von denen aber die ersten beiden wegen bestehender Flugrechte für Windkraftanlagen nicht nutzbar seien.
Daher sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die Höhenlage bei Bischberg an der Grenze zur Nachbargemeinde Pilsach – wo ebenfalls eine entsprechende Nutzung stattfindet – konkrete Planungen angestellt werden. Neben den jetzt aufzubauenden 3 MW-Anlagen sei noch eine weitere möglich.

Richard Sachs von der planenden Firma GEKRU informierte über das Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro für die drei Anlagen. Wahrscheinlich werden die Anlagen in diesem Jahr die Stromproduktion noch nicht aufnehmen. Sachs erinnerte an die erste 1998 in Berg gebaute Anlage bei Oberwall mit einer damals noch relativ geringen Leistung von 500 kW. Die technische Weiterentwicklung sei beachtlich gewesen bis zu den neuesten Anlagen, die eine Versechsfachung der Stromausbeute ermöglichen.

Jürgen Menzel, der für die Firma Bögl die örtliche Bauleitung innehat, erläuterte den Bürgerinnen und Bürgern den Ablauf der Bauarbeiten in den kommenden Wochen. In Bischberg werde die bereits am Winnberg erprobte Technik des Aufbaus der Anlage angewandt. Vieles hänge hinsichtlich der Bauarbeiten vom nicht kalkulierbaren Wintereinbruch ab. Die Nabenhöhe der
drei Windkraftanlagen bei Bischberg liege bei 140 Meter und die Gesamthöhe bei nahezu 200 Meter.

In der sachlich geführten Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern ging es um die Wiederherstellung der durch die Baumaßnahme beeinträchtigten Wege, den Transport der Anlage zum Aufbauort und die Information der Bürger über bevorstehende Transporte.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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