Rudolf Dressler erinnert die SPD an ihre Wurzel: Partei der Arbeit

Veröffentlicht am 05.05.2020 in Soziales

Wie Blüm hat Dreßler den Neoliberalismus nie für den richtigen Weg gehalten, nie hat er einem schwachen Staat das Wort geredet, der zurücktreten müsse vor dem Privaten. Es gibt zuviele Beispiele, dass die Reichen in der Krise nach dem Staat rufen, weil sie die Verluste der Allgemeinheit aufhalsen wollen, während sie die Gewinne für sich behalten.

Der Markt wird es schon regeln? Daran glaubt er so wenig wie Norbert Blüm daran geglaubt hat. Und auch einer wie Oskar Lafontaine hat daran nicht geglaubt, und nicht ohne Grund eine Kontrolle der Finanzmärkte gefordert. Und natürlich den Primat der Politik vor der Wirtschaft verlangt.
Oskar Lafontaine, wie Dreßler ein alter Sozi, wenn der Begriff nicht missverstanden wird. Leider hat der Saarländer 1999 die Brocken hingeschmissen, der Bundesfinanzminister Lafontaine, Parteichef der SPD, Bundestagsabgeordneter. Ob Gerhard Schröder ohne ihn die Wahl 1998 gewonnen hätte, darf bezweifelt werden. Später hat Lafontaine die SPD verlassen und ist heute Mitglied der Linken. Die SPD hat diesen Verlust nie verkraftet. „Ich würde ihn in die SPD zurückholen,“, sagt einer wie Dreßler, der den Kontakt zum Saarländer nie abgebrochen hat. Was im übrigen auch für Johannes Rau galt, den langjährigen Ministerpräsidenten und Bundespräsidenten.
Dreßler erinnert im Gespräch mit dem Blog-der-Republik an die Verdienste Lafontaines, wie der die Partei zusammengehalten, an den Kitt, mit dem er Risse zugeklebt habe. Oskar Lafontaine habe den Bruch mit seiner Partei, der er Jahrzehnte angehört hatte, die er wesentlich mitgestaltet hat, nicht gewollt. Er habe mehrere Gespräche angeboten, ohne dass die Führung der Partei darauf eingegangen sei. „Ich bedaure das sehr, er fehlt uns“, betont Dreßler. Das Prinzip der Solidarität sei immer auch das Herzensanliegen von Oskar Lafontaine gewesen, eine Solidarität, die die Liberalität begründet. Dressler zitiert den Dreiklang, der die soziale Marktwirtschaft ausmacht: Die Jungen helfen den Alten, die Starken den Schwachen, die Gesunden den Kranken.
Quelle: Blog der Republik

 

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