Rentenversicherung warnt vor Altersarmut

Veröffentlicht am 17.01.2010 in Senioren

Berlin - Die Deutsche Rentenversicherung Bund warnt vor steigender Altersarmut infolge von Arbeitslosigkeit und Niedriglöhnen. Niedriglöhne und private Altersvorsorge - beides passt laut Deutscher Rentenversicherung nicht zusammen. Präsident Herbert Rische warnt deshalb vor einer Überlastung der Sozialsysteme. Sein Vorschlag: höhere Gehälter für die Beschäftigten.

Ihr Präsident Herbert Rische sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag: "Aktuell erhöht sich die Monatsrente eines Erwerbslosen für ein Jahr Bezug von Arbeitslosengeld II nur noch um 2,09 Euro, nachdem wir 2009 noch 2,17 Euro errechnet hatten." Die ohnehin schwierige Lage für Langzeitarbeitslose verschärfe sich also, betonte Rische. Der Bund sollte deutlich mehr Geld für die Langzeitarbeitslosen in die Rentenkasse einzahlen.

Präsident warnte zudem davor, den Niedriglohnbereich immer weiter auszuweiten. "Dann legen wir irgendwann die Axt an die lohnbezogenen Sozialversicherungssysteme. Die können wir dann vergessen."

Rische mahnte, ohne ausreichenden Lohn gebe es überdies keinen Spielraum für private Vorsorge. Er sieht deshalb "auch die Tarifpartner gefragt".

Er kritisierte, die Politik könne nicht einerseits verlangen, die privaten Säulen in der Altersvorsorge zu stärken und gleichzeitig einen großen Niedriglohnbereich fordern. "Wie soll das zusammengehen?"

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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