OECD-Bildungsbericht: Bildungs(bananen)republik auf einen Blick

Veröffentlicht am 08.09.2010 in Bildung

Bildungs(bananen)republik auf einen Blick
Die nachfolgenden Grafiken aus dem neuen OECD-Bildungsbericht sprechen eigentlich für sich und sagen mehr als tausend Worte. Deutschland nimmt bei fast allen Daten zur Finanzierung des Bildungsbereichs und bei allen Statistiken über die Bildungsbeteiligung und –erfolge vor allem im tertiären Bereich bestenfalls einen Platz im Mittelfeld, ja vielfach sogar am unteren Tabellenende der Rankings ein.

Und die Bundesregierung hat nichts Besseres zu tun, als sich zu loben: Deutschland liege als Zielland für ausländische Studierende an dritter Stelle in der Welt – ohne darauf hinzuweisen, dass dies auch daran liegt, dass an den meisten deutschen Universitäten noch keine Studiengebühren erhoben werden. In Deutschland sei der Anteil junger Menschen, die einen Hochschlussabschluss erworben haben, gestiegen – ohne darauf hinzuweisen, dass auch die anderen Länder zugelegt haben und wir immer noch im hinteren Mittelfeld liegen. Statt aber den großspurigen Ankündigungen über den Vorrang der Bildung Taten folgen zu lassen, wird angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels, nach ausländischen Fachkräften gerufen. Wolfgang Lieb

OECD-Studie: Deutschland verliert bei der Bildung den Anschluss
Die Qualifikation deutscher Arbeitnehmer ist laut OECD-Bildungsexperte Schleicher “besorgniserregend”. Der Rückstand sei schwer aufzuholen.
Deutschland läuft Gefahr, in der Zukunft bei der Hochschulbildung den Anschluss zu verlieren. Das ist eines der Ergebnisse des jährlichen Bildungsreports der OECD. „Die Resultate für Deutschland sind besorgniserregend“, sagt der OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher WELT ONLINE. Noch bewege sich Deutschland beim Qualifikationsstand der arbeitenden Bevölkerung im Mittelfeld der 32 Mitgliedstaaten. „Gerade in Zeiten knapper Kassen läuft dem Land jedoch die Zeit davon, den Vorsprung der anderen Länder aufzuholen.“
In der Gesamtheit der arbeitenden Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren haben 25 Prozent der Deutschen einen Hochschulabschluss. Hier liegt der OECD-Durchschnitt bei 28 Prozent. Betrachtet man jedoch nur die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen, liegt Deutschland mit 24 Prozent bereits weit unterhalb des OECD-Durchschnitts von 35 Prozent. Spitzenreiter ist hier Korea (58 Prozent), gefolgt von Kanada (56 Prozent) und Japan (55 Prozent). Deutschland teilt sich dagegen zusammen mit Ungarn den bescheidenen Platz 23.
Quelle: Welt
11.Im Labyrinth der Buchstaben
Vier Millionen Menschen in Deutschland können diesen Text nicht richtig lesen – weil sie Analphabeten sind. Schätzungsweise rund 160 000 leben in Berlin, weltweit sind es 760 Millionen. Sie sind oft arm, isoliert und von anderen Menschen abhängig. Wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe sind die Folgen. Daran erinnert der 45. Internationale Tag der Alphabetisierung, mit dem die Unesco am heutigen Mittwoch auf das Problem aufmerksam machen will.
Quelle: Tagesspiegel

Anmerkung Orlando Pascheit: Die Hamburger Professorin Anke Grotlüschen hält die Schätzung des Bundesverbands für Alphabetisierung und Grundbildung für zu optimistisch. Im Februar 2011 wollen sie und ihre Kollegen Forschungsergebnisse vorlegen, in denen von 9,5 Millionen Menschen die Rede ist, die nicht richtig lesen und schreiben können.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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