Nato auf Abwegen – Die Ergebnisse sind ein Desaster, die Etats zu hoch

Veröffentlicht am 06.04.2019 in Allgemein

Seither sind die Militärbudgets weltweit geradezu explodiert. Sicherer geworden ist der Planet dadurch nicht.
Weil das so ist, war auch der Nato-Beschluss von 2014, wonach die Mitgliedstaaten ihre Militärbudgets auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben sollen, falsch. Die weltweiten Militäretats müssen nicht an den amerikanischen Wahnsinn angepasst werden, sie müssen sinken.

Ach die Nato! Schon vor zehn Jahren, zum 60. Geburtstag der Gründung der Allianz, war niemanden zum Feiern zumute. Heute ist die Krise noch viel tiefer. Nichts drückt das besser aus, als die komplette Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs bei dem Treffen in Washington. Keine der Missionen, an deren die Nato direkt oder einige ihrer Mitgliedsländer beteiligt waren oder sind, können wirklich als erfolgreich bewertet werden. Der damalige US-Präsident Georg Bush senior hielt 1990 eine Rede, in der er die Vision einer “Neuen Weltordnung” entwarf. Er wollte Russland zu einem Partner machen. Die USA sollten nicht länger Weltpolizist spielen, sondern es sollten quer über den Planeten regionale Sicherheitsbündnisse entstehen, die Uno sollte gestärkt werden. Daraus wurde nichts. Der Sündenfall war die Invasion im Irak durch Bushs Sohn Georg W. – ein so eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht, für den die Verantwortlichen eigentlich vor Gericht gestellt werden müssten. Eine ohnehin brenzlige Weltregion wurde lichterloh in Brand gesetzt, das Entstehen des IS war eine direkte Folge der Intervention. Seither sind die Militärbudgets weltweit geradezu explodiert. Sicherer geworden ist der Planet dadurch nicht.
Weil das so ist, war auch der Nato-Beschluss von 2014, wonach die Mitgliedstaaten ihre Militärbudgets auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben sollen, falsch. Die weltweiten Militäretats müssen nicht an den amerikanischen Wahnsinn angepasst werden, sie müssen sinken.
Quelle: Nordbayern.de Ach die Nato! Schon vor zehn Jahren, zum 60. Geburtstag der Gründung der Allianz, war niemanden zum Feiern zumute. Heute ist die Krise noch viel tiefer. Nichts drückt das besser aus, als die komplette Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs bei dem Treffen in Washington. Keine der Missionen, an deren die Nato direkt oder einige ihrer Mitgliedsländer beteiligt waren oder sind, können wirklich als erfolgreich bewertet werden. Der damalige US-Präsident Georg Bush senior hielt 1990 eine Rede, in der er die Vision einer “Neuen Weltordnung” entwarf. Er wollte Russland zu einem Partner machen. Die USA sollten nicht länger Weltpolizist spielen, sondern es sollten quer über den Planeten regionale Sicherheitsbündnisse entstehen, die Uno sollte gestärkt werden. Daraus wurde nichts. Der Sündenfall war die Invasion im Irak durch Bushs Sohn Georg W. – ein so eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht, für den die Verantwortlichen eigentlich vor Gericht gestellt werden müssten. Eine ohnehin brenzlige Weltregion wurde lichterloh in Brand gesetzt, das Entstehen des IS war eine direkte Folge der Intervention. Seither sind die Militärbudgets weltweit geradezu explodiert. Sicherer geworden ist der Planet dadurch nicht.
Weil das so ist, war auch der Nato-Beschluss von 2014, wonach die Mitgliedstaaten ihre Militärbudgets auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben sollen, falsch. Die weltweiten Militäretats müssen nicht an den amerikanischen Wahnsinn angepasst werden, sie müssen sinken.
Quelle: Nordbayern.de

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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