Merkels Frankreichpfusch

Veröffentlicht am 06.03.2012 in Europa

Bessere Wahlkampfhilfe kann Merkel für Hollande nicht leisten, als ihm den Empfang zu verwehren [...]
Durchsichtiger geht’s kaum. Der Schuss geht nach hinten los. Bessere Wahlkampfhilfe kann die Kanzlerin für Hollande nicht leisten, zu dessen Programm die Forderung nach Neuverhandlung des von Merkel diktierten EU-Fiskalsparpaktes gehört. Die Franzosen sind die leeren Versprechungen und Unterwerfungsgesten Sarkozys leid. Schon gar nicht will sich eine große Mehrheit ausgerechnet von Berlin diktieren lassen, wer Präsident wird.
Quelle: Der Standard

Nils Minkmar – Vier Freunde der Finanzen
Wie viel Demokratie darf es noch sein in diesen Zeiten? Der Boykott François Hollandes durch gleich vier europäische Regierungschefs lässt erkennen, wie schlecht es um Europa steht. [...]
Nun kommt Hollande. Von ihm wissen die vier, die sich gegen ihn verabredet haben, wenig. Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass sie weniger gut mit ihm auskommen könnten als mit Sarkozy; es gibt nur den Satz, den der Kandidat geschrieben und gesagt hat: „Mein einziger Gegner hat keinen Namen und kein Gesicht, das sind die Finanzmärkte.“ Er beschreibt die gegenwärtige Lage als eine, in der die Politik, als Agent der Bürger, ihre Souveränität zurückerlangen muss, beispielsweise durch höhere Steuern, durch eigene Ratingagenturen und eine entschlossene öffentliche Wachstumsförderung ohne Umweg über die Banken, wie sie der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman fordert.
Doch diese Vorschläge passen den Nachbarn nicht, denn sie kosten Zeit, und dann könnte sich erweisen, dass es eben doch Alternativen zum eingeschlagenen Kurs gibt. Kein Wunder, dass der ganz und gar von der Londoner City abhängige Cameron da mitmacht, dass Spanier und Italiener mitmachen, die auf das Wohlwollen der Anleger existentiell angewiesen sind.
Aber dass die Bundeskanzlerin da mitmacht, ist erschütternd: Es zeigt ein unterentwickeltes Verständnis für staatliche Rollen und Funktionen, es offenbart eine panische politische Kurzsichtigkeit und ein brutales Desinteresse an der deutsch-französischen Freundschaft, wo sie von der Finanzfreundlichkeit abweicht. Schließlich wird selbst der bankenfreundlichste Beobachter ein handwerkliches Detail bemerken, das über die Qualität der Arbeit dieses Quartetts alles sagt: schlimm genug, wenn solch eine Verabredung getroffen wurde. Schlimmer ist, dass die vier nicht einmal so eine Verschwörung auf Kindergeburtstagsniveau hinbekommen, ohne dass der „Spiegel“ davon erfährt.
Quelle: FAZ

 

Kommentare

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Autor: Randy, Datum: 28.03.2012, 16:45 Uhr


Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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