Menschenfeindlichkeit in Europa weit verbreitet

Veröffentlicht am 12.03.2011 in Europa

Eine neue Studie zeichnet ein teils düsteres Bild von Vorurteilen, Intoleranz und antidemokratischen Einstellungen in Europa. 30 Prozent der befragten Deutschen sagten, dass sie an eine “natürliche Hierarchie zwischen schwarzen und weißen Völkern” glauben.

Am Freitag stellte die Friedrich-Ebert-Stiftung die von ihr in Auftrag gegebene Studie „Die Abwertung der Anderen“ in Berlin vor. Wie die Ergebnisse der Befragung zeigen, ist besonders die Islamfeindlichkeit in Europa weit stärker verbreitet als bisher angenommen. Rund die Hälfte aller befragten Deutschen stimmte der Aussage zu, dass der Islam „eine Religion der Intoleranz“ sei. In den Niederlanden, Portugal und Polen stimmten sogar 60 Prozent diesem Vorurteil zu. „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist in Europa weit verbreitet“, sagte der für die Studie verantwortliche Wissenschaftler Andreas Zick.
Jeweils 1000 Menschen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Portugal, Polen und Ungarn wurden für die 2,5 Millionen Euro teure Studie im Jahr 2008 befragt. [...]
Neben Islamfeindlichkeit sei vor allem der klassische Rassismus und Antisemitismus deutlich geworden. 30 Prozent der Deutschen sagten, dass sie an eine „natürliche Hierarchie zwischen schwarzen und weißen Völkern“ glauben.
Quelle 1: Tagesspiegel

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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