Land unter

Veröffentlicht am 04.03.2013 in Presse

Nur ein paar Zahlen: Seit Beginn der Krise 2008 ist die griechische Wirtschaft um mehr als dreiundzwanzig Prozent geschrumpft. Mittlerweile liegt die Arbeitslosigkeit bei knapp dreißig, bei den unter Vierundzwanzigjährigen sogar bei 62 Prozent. Wer die Chance hat, ins Ausland zu gehen, geht, und in der Regel sind das die gut Ausgebildeten.

Löhne und Renten wurden teilweise um die Hälfte gekürzt. Der Mindestlohn beträgt 586 Euro, ein Lehrer verdient etwa 650 Euro, ein Busfahrer 750. Bringt eine unversicherte Bürgerin ein Kind zur Welt, kostet sie das 1.000 Euro, ist ein Kaiserschnitt nötig, sind es schon 1.500, ein Fahrschein kostet 1,40 Euro. Zwanzig Prozent der Menschen leben bereits unterhalb der Armutsgrenze. Die griechische Mittelschicht trifft es besonders hart. Es ist ein kollektives Abrutschen und ein Ende ist nicht absehbar.
Griechenland muss trotzdem weiter sparen, so hat es die Troika verordnet, die die Regierung wie eine Marionette lenkt. Allein in diesem Jahr sollen die Bahn privatisiert werden, die staatlichen Gas- und Wasserversorger, Flughäfen, Häfen, einige Inseln, die Post. Bis 2015 will die Regierung so etliche Milliarden einnehmen. „Der Staat verscherbelt unser Land zum Schnäppchenpreis“, sagt Georg. (…)
Auf diese Weise ist eine Art ehrenamtliches Gesundheitssystem entstanden. Eine Parallelwelt, in der der Staat keine Rolle spielt. Aber der Druck kann nicht beliebig erhöht werden, weil irgendwann jedes System zusammenbricht, auch das der Selbstorganisation. Giannis Marangos hofft, dass in seinem Land keine Revolution ausbricht. Aber er sagt: „Es könnte passieren.“ Früher flohen die Menschen vom Land in die Stadt, doch die Stadt hat ihre Versprechungen nicht gehalten. In der Krise ist aus dem Traum ein Albtraum geworden, aus der Landflucht eine Stadtflucht. Mehr als 40.000 Menschen hat die Krise in Griechenlands Dörfer zurückgetrieben. In Dörfer wie Agios Vasilios.
Quelle: faz.net

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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