Josef Ackermann und der Zynismus einer Parallelgesellschaft

Veröffentlicht am 17.12.2009 in Wirtschaft

Welch freudige Nachricht für die Aktionäre der Deutschen Bank: Zehn Milliarden Euro will das Frankfurter Geldinstitut 2011 vor Steuern verdienen – und damit den Rekordgewinn aus dem Jahr 2007 um drei Milliarden Euro toppen. Aus diesen Ankündigungen spricht nichts als Hohn. Hohn für die Aufseher, Zentralbanker und Politiker in Frankfurt, Berlin, Brüssel und Washington. Sie dürfen reden, sie dürfen die Banker “Bonzen” nennen, wie es unlängst US-Präsident Barack Obama getan hat. Doch handeln werden sie nicht. Da scheinen sich Ackermann und seine Kollegen sicher zu sein.
Aber - anstatt die »Realwirtschaft« mit Krediten zu versorgen, ziehen es deutsche Banken vor, ahnungslosen Privatkunden zweifelhafte Geldanlagen anzudrehen.

Der Hohn des Josef Ackermann
Welch freudige Nachricht für die Aktionäre der Deutschen Bank: Zehn Milliarden Euro will das Frankfurter Geldinstitut 2011 vor Steuern verdienen – und damit den Rekordgewinn aus dem Jahr 2007 um drei Milliarden Euro toppen. Aus diesen Ankündigungen spricht nichts als Hohn. Hohn für die Aufseher, Zentralbanker und Politiker in Frankfurt, Berlin, Brüssel und Washington. Sie dürfen reden, sie dürfen die Banker “Bonzen” nennen, wie es unlängst US-Präsident Barack Obama getan hat. Doch handeln werden sie nicht. Da scheinen sich Ackermann und seine Kollegen sicher zu sein. Die Parlamente werden keine Gesetze verabschieden, die den Finanzkapitalismus in irgendeiner Form beeinträchtigen. Sie werden die Spekulation, an denen die Deutsche Bank so hervorragend verdient, nicht brechen. Beispiel gefällig: Satte zwei Drittel der zehn Milliarden Euro sollen übernächstes Jahr aus dem Investmentbanking kommen. Aus dem Bereich also, der von den Zockern lebt.
Quelle: FR
Es ist nicht der Hohn des Herrn Ackermann, es ist der Hohn unserer kapitalhörigen Politelite, die jeden Flatus des Finanzkapitals für systemrelevant erklärt.

Abzocke mit Provision
Anstatt die »Realwirtschaft« mit Krediten zu versorgen, ziehen es deutsche Banken vor, ahnungslosen Privatkunden zweifelhafte Geldanlagen anzudrehen. Wer bislang glaubte, die Finanzkrise hätte ein Umdenken in der Kreditwirtschaft bewirkt, wird durch eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Stiftung Warentest seiner Illusionen beraubt. Die Stiftung testete 21 Großbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken in insgesamt 147 Beratungsgesprächen. Die Kreditinstitute wussten nicht, dass es sich bei den vermeintlichen Kunden um Tester der Verbraucherschutzorganisation handelte.
Quelle: Junge Welt
Wall Street will sich von Washington-Diktat befreien
Mit der Citigroup und Wells Fargo zahlen die letzten US-Großbanken Staatshilfen zurück. Dahinter steckt Kalkül: Jetzt können die Geldkonzerne wieder ungestört agieren und mit satten Boni locken. Washington verliert die Kontrolle über die Finanzwirtschaft - da helfen auch Obamas Standpauken wenig.
Quelle: Spiegel

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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