Immer mehr befristete Arbeitsverhältnisse in Deutschland

Veröffentlicht am 04.04.2010 in Soziales

Es sei "eine gesellschaftliche Perversion, wenn junge Leute kaum noch wissen, was ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ist", sagte DGB-Chef Michael Sommer dem "Hamburger Abendblatt". Die Deutschen bekämen "auch deswegen so wenige Kinder, weil der soziale Schutz schlechter geworden ist", sagte er.

Sommer hob hervor: "Mit ihrem Vorhaben, befristete Arbeitsverhältnisse zu erleichtern, leistet die Regierung der Prekarisierung von Arbeit weiter Vorschub." Deutschland müsse "zurückkehren zu einer Ordnung auf den Arbeitsmärkten". Er glaube nicht, "dass eine Entrechtung von Menschen zusätzliche Arbeitsplätze bringt".

Der DGB-Chef warnte vor Problemen, "wenn wir den Kündigungsschutz weiter aushöhlen". Die Deutschen bekämen "auch deswegen so wenige Kinder, weil der soziale Schutz schlechter geworden ist", sagte er. "Daher müsste auch eine konservative Regierung ein Interesse daran haben, Menschen Sicherheit zu geben und den Kündigungsschutz in Deutschland zu verbessern."

Ähnlich äußerte sich DGB-Vize Ingrid Sehrbrock in der "Rheinpfalz am Sonntag". Sie könne Schwarz-Gelb nur davor warnen, die Ankündigung im Koalitionsvertrag wahrzumachen und die Zahl der befristeten Beschäftigung noch weiter zu erhöhen, sagte sie. Damit signalisiere sie den Arbeitnehmern, "dass ihre berufliche Sicherheit zweitrangig ist". Schon heute würden 2,7 Millionen Menschen einer befristeten Beschäftigung nachgehen. Nachdrücklich wies sie auch Behauptungen zurück, solche Arbeitsverhältnisse gingen nicht zu Lasten von Vollzeitstellen.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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