Gleiche Chancen auf Bildung - von wegen!

Veröffentlicht am 18.08.2008 in Bildung

Bildungschancen - immer weniger erhalten BaFöG. Viele junge Menschen haben nicht die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen.
Von gleichen Bildungschancen sind wir wieder weit entfernt.

Zahl der BAföG-Empfänger sinkt
Immer weniger Schüler und Studenten bekommen BAföG. Die Anzahl der Empfänger in Deutschland sank 2007 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 11 000 oder 1,4 Prozent auf 806 000. Schon 2006 war die Anzahl zurückgegangen, damals um 1,3 Prozent. FDP und Grüne kritisierten die Bildungspolitik der Großen Koalition, die SPD bezeichnete die Entwicklung als alarmierend. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) versprach, dass die Zahl der Geförderten erhöht werde. Ab Oktober steigen die Bedarfssätze und der Elternfreibetrag erstmals seit 2001.
Im Schnitt bekamen die geförderten Studenten den Statistikern zufolge 2007 monatlich 375 Euro, die Schüler 301 Euro pro Person. Der durchschnittliche Betrag an BAföG je Person und Monat blieb damit im Vergleich zu 2006 gleich.
Im vergangenen Jahr wurden 312 000 Schüler und 494 000 Studenten unterstützt. Die Zahl der geförderten Studenten sank gegenüber 2006 um 4000 oder 0,8 Prozent, die der Schüler um 7000 oder 2,3 Prozent. Die Förderung erstreckte sich zum Teil nicht über ein volles Jahr. Im Schnitt erhielten 524 000 Personen je Monat BAföG, davon 193 000 Schüler und 331 000 Studenten. Die Bafög-Ausgaben betrugen 2007 nach Angaben der Statistiker 2,2 Mrd. Euro und somit 68 Mio. Euro oder 3,0 Prozent weniger als 2006.
Die Bafög-Erhöhung ab dem bald beginnenden Wintersemester komme genau zum richtigen Zeitpunkt, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die CDU-Politikerin versprach: “Die Zahl der Geförderten wird deutlich steigen, in etwa um 100 000, ebenso die Fördersätze.”
Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen, Kai Gehring, kritisierte, dass die Erhöhung viel zu spät komme. “Die zögerliche Bafög-Politik von Ministerin Schavan trägt dazu bei, dass die soziale Schere an den Hochschulen immer weiter aufgeht”, sagte Gehring. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt, bemängelte, dass es die Bundesregierung nicht schaffe, die Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen.
Die stellvertretende Vorsitzen-de der SPD-Bundestagsfraktion, Christel Humme, und der bildungspolitische Sprecher der SPD, Jörg Tauss, sprachen von einer alarmierenden Entwicklung. Der Rückgang zeige, dass die Bafög-Erhöhung dringend nötig sei.
Quelle 1: Welt online
Quelle 2: Statistisches Bundesamt

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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