Ehemaliger Neonazi berichtet in Berg über die Rechtsszene

Veröffentlicht am 29.11.2011 in AntiFa/Migration

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierte die Schwarzachtal-Schule Berg eine Informationsveranstaltung mit einem Aussteiger aus der Rechten Szene.

Mit Interesse lauschten die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule – darunter Rektorin Theres Altmann, Konrektor Michael Palmer, Verbindungslehrer Markus Fügl und Bürgermeister Helmut Himmler sowie Detlev Staude von der Friedrich-Ebert-Stiftung – den Schilderungen aus dem Leben von Manuel Bauer.
Bauer ist heute für „EXIT-Deutschland“ mit Vorträgen an Schulen tätig und vermittelt jungen Menschen Einblicke in die menschenverachtende Rechte Szene im Land. „Ich habe es in meinen jugendlichen Jahren genossen, Angst, Schrecken und Gewalttätigkeit zu verbreiten!“, so Bauer. Heute spricht er offen über seine Irrtümer und deren Folgen sowie darüber hinaus über den schweren Weg aus der Welt der Rechtsradikalen in Deutschland.
Das Bestreben der Schule ist es, mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Schüler über die Rechtsszene zu informieren und eine souveräne Haltung gegenüber dieser Szene aufzubauen.
Bürgermeister Helmut Himmler lobt das Engagement der Schule zur Persönlichkeitsstärkung der Schülerinnen und Schüler, denn nur eine kritisch-selbstbewusste Haltung sei die Basis für ein selbstbestimmtes demokratisches zukünftiges Leben. Offene Information über Neonazis sei zugleich die beste Immunisierung.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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