„Die Rummelsberger“ kooperieren in Berg mit Schule und Gemeinde

Veröffentlicht am 09.07.2009 in Bildung

Berg - Sehr zufrieden waren Bürgermeister Helmut Himmler sowie Rektorin Theres Altmann, Konrektor Michael Palmer und Renate Legler – Leiterin der kommunalen Ganztagsschule in Berg – mir Verlauf und Ergebnis einer Gesprächsrunde zur Thematik Kooperation an der Schwarzachtalschule Berg hinsichtlich Betreuung im Bereich Ganztagsschule. „Die Rummelsberger“ – vormals die „Rummelsberger Anstalten“ – und die Berger Gesprächspartner kamen überein, vorerst im offenen und später im gebundenen Ganztagsschulbereich zusammenzuarbeiten, wobei auch die Gemeinde Berg Kooperationspartner der Schule bleiben will.

Bürgermeister Helmut Himmler machte deutlich, dass sich die Kommune nicht auf die Rolle des „Sachaufwandsträgers“ beschränken will, sondern auch künftig als Akteur an ihren beiden Schulen in Berg und Sindlbach gestaltend mitarbeit.

Dr. Thomas Trapper, Leiter des Berufsbildungswerks in Rummelsberg, sagte kompetente Unterstützung der Arbeit an der Schwarzachtalschule zu und stellte in Aussicht, einen Diplom – Pädagogen mit zusätzlicher Sportlehrer – Ausbildung als fachlichen Leiter nach Berg zu entsenden. „Die Rummelsberger“ seien – so Rektorin Theres Altmann – ein idealer Kooperationspartner mit neuen Angeboten für die Schule und die zu betreuenden Kinder.

Über bisherige Aktivitäten am Nachmittag berichtete Renate Legler: Stützkurse, Quali- Vorbereitungskurse, Leseförderung, Benimmkurs, Kosmetikkurs, Zeitreise, Theater AG, Bastelwerkstatt, Kinonachmittag und demnächst Schwimmen und Ringen.

Derzeit werden 53 Schülerinnen und Schüler von Mittag bis Nachmittag betreut und im kommenden Schuljahr wird diese Zahl stark anwachsen. Allein für die offene Ganztagsschule liegen 36 verbindliche Anmeldungen vor. Zufrieden sind die Schulleiter auch mit der Qualität des Mittagessens an der Hauptschule, das von der Familie Schöll aus Pyrbaum geliefert wird.

Der Bürgermeister sagte zu, dass sich die Gemeinde auch in Zukunft finanziell stark an der Schule engagieren und benötigtes Personal einschließlich sozialpädagogischer Dienste finanzieren werde – obwohl dies eigentlich eine Aufgabe des Freistaats Bayern sei. Bildung und Erziehung sei gemäß der Bayerischen Verfassung klar und eindeutig Aufgabe des Staates.

Himmler stellte auch in Aussicht, die Mittagsbetreuung ab September kostenfrei anzubieten. Dies sei schon aus Gleichbehandlungsgründen erforderlich, nachdem das letzte Kindergartenjahr und auch die Nachmittagsangebote vollständig von der Gemeinde Berg bezahlt werden. Er werde auch eine weitere Kostenbeteiligung beim Mittagessen der Schüler im Gemeinderat befürworten. Derzeit finanziert die Gemeinde die Hälfte der Kosten für das Mittagessen und darüber hinaus können bei Bedürftigkeit sogar die gesamten Kosten übernommen werden. In Berg solle jedes Kind ein warmes Mittagessen bekommen und dafür werde man Sorge tragen.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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