[Darstellung Größer 1 wählen.] [zum Inhalt (Taste Alt+8).] [zur Auswahl (Taste Alt+7).] (Taste Alt+6).

Helmut Himmler, Bürgermeister.

Otto Wels - 1933 :

"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!"

Abraham Lincoln :

Man kann einige Menschen die ganz Zeit zum Narren halten
und alle Menschen einige Zeit, aber man kann nicht alle Menschen
die ganze Zeit zum Narren halten.

Revolution-Bayern :

Na mach´ma halt a Revolution, dass endli wiada a Rua is!---Bayern 1918

 

Der Kommentar:Verantwortung vor der Zukunft statt Zukunftsverbrechen :

Umwelt

Chancen der Krise – Wendezeit statt Wendehälse –
Verantwortung vor der Zukunft statt Zukunftsverbrechen
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
es gibt immer wieder Menschen, die eigentlich nicht in ihrer Zeit leben, mithin ihrer Zeit voraus sind.
Angesichts der Katastrophen in Japan und den sich daraus ergebenden Notwendigkeiten erinnern wir uns...

• Sog. Experten – man könnte sie auch als die „üblichen Schwätzer“ oder die „Mitmäuler der Atomwirtschaft“ bezeichnen – haben doch tatsächlich immer wieder vorgetragen, eine Kernschmelze in Atomkraftwerken komme statistisch alle 100.000 Jahre vor.
• Der Super-Gau von Tschernobyl vor 25 Jahren konnte noch mit „sozialistischer Schlamperei“ und „Sowjet-Technologie“ abgetan werden.
Solche Ereignisse seien im Westen nicht denkbar und deutsche AKWs seien ohnehin die besten und sichersten der Welt. Das dachten die Japaner auch!
• Nun sind neben überzeugten Gegnern der Nuklear-Technologie viele Energie-Wendehälse unterwegs, denen man ihre abrupten Meinungsänderungen nicht so recht glauben will – aus guten Gründen. Politiker ohne innere Haltung reden eben heute so und morgen ganz anders – wie es die Launen des Tages oder die Umfragewerte gerade erfordern.

Inzwischen ahnen bzw. wissen wir Bürgerinnen und Bürger, dass es nicht mehr nur um die sog. Energiewende und den massiven Ausbau der regenerativen Energien geht.
Der damalige amerikanische Präsident Jimmy Carter hat im Jahr 1977 eine Studie über die grundlegenden Entwicklungen der Ökonomie, der Umweltveränderungen und ihre Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit in Auftrag gegeben.
Die Studie „Global 2000“ mit sehr negativen Zukunftsprognosen wurde 1980 veröffentlicht. Bereits 1972 hatte der „Club of Rome“ eine umfassende Arbeit über „Die Grenzen des Wachstums“ vorgelegt. Schon damals – also vor 40 Jahren!! – wurden überproportionales Bevölkerungswachstum, wachsende Umweltprobleme und deutliche Anzeichen von gravierenden Klimaveränderungen vorhergesagt.

In seinem damals viel beachteten Werk „Wendezeit“ hat Fritjof Capra 1982 den „Paradigmenwechsel“ in der Gesellschaft des Abendlandes in Wissenschaft und Gesellschaft gefordert. Gemeint war der Wandel vom naturwissenschaftlich-wachstumsorientierten Weltbild hin zu einer ganzheitlichen und ökologischen Lebensweise.

Jimmy Carter, Fritjof Capra, die Autoren von Global 2000 und die Erkenntnisse des „Club of Rome“ waren Ihrer Zeit weit voraus, wurden vielfach von zynischen Vertretern der wachstumsorientierten Konsumwirtschaft überheblich belächelt – aber heute sind sie aktueller denn je.

Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es Generationen, die so rücksichtlos und verschwenderisch mit den Ressourcen unserer Erde umgegangen sind und die natürlichen Lebensgrundlagen so missachtet haben wie wir – das ist eine unangenehme, bittere, aber leider zutreffende Wahrheit. Durch unsere Art des Lebens und Konsumierens rauben wir den nach uns folgenden Generationen die erforderlichen Lebensgrundlagen.

Atomkraftwerke sind eigentlich schon heute Relikte einer versunkenen Epoche. Möglicherweise werden in nicht ferner Zukunft unsere Nachkommen durch diese Museen der Energiewirtschaft geführt und das staunende Publikum wird sich fragen: „Warum haben diese Menschen um das Jahr 2000 nur so verantwortungslos und irrational gehandelt? Sie haben uns mit einer nicht beherrschbaren Technologie Atommüll hinterlassen, den niemand sachgerecht und sicher lagern kann und der noch für 20.000 Generationen eine gewaltigen Gefahr darstellt!“

Neben Betrachtung des Überholten brauchen wir aber immer auch Visionen für den neuen, ganzheitlichen Weg des Lebens. Einige Elemente können sein:
• Der Umstieg hin zu regenerativer dezentraler Energiewirtschaft wird dank deutscher Innovations- und Ingenieurskunst gut gelingen. Mithin bereiten wir durch die Energiewende die Exportoptionen der Zukunft vor.
• Unsere Lebensstile werden sich zwangsläufig verändern: reduzierter Energieverbrauch, Reduzierung des Rohstoffverbrauchs
• Die Epoche des „immer mehr, immer schneller, immer größer“ neigt sich dem Ende zu. Wir erlangen eben nicht durch Produktvielfalt und allerlei Dienstleistungen ein Mehr an Zufriedenheit und Glück – das versucht die Werbung uns Menschen vom Kleinkind bis zum Greisenalter Tag für Tag durch immer neue Trugbilder in unser Denken einzuhämmern..
• Wir brauchen in den westlichen Konsumgesellschaften eine Orientierung hin zum sog. qualitativen Wachstum unter der Fragestellung, was uns mehr wahre und verantwortungsbewusste Lebensqualität bringt: mehr selbstbestimmte Lebenszeit, soziales Engagement, gute Nachbarschaft, soziale Netzwerke, Geselligkeit, eine Schul- und Arbeitswelt mit geringem Leistungsdruck, Gerechtigkeit, Naturgenuss usw. können höhere Zufriedenheit schaffen als mehr Geld und Konsumgüter.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
nichts bleibt, wie es ist, alles ist im Fluss und vieles ändert sich in einem langen Menschenleben: Krieg und Frieden, Mangel und Überfluss, Glück und Leid, Gesundheit und Krankheit etc.
Daher müssen wir auch keine Angst vor Veränderungen haben, denn der Wandel ist unser beständiger Begleiter – ältere Menschen wissen dies aufgrund eigener Lebenserfahrungen nur zu gut!

Apropos Zufriedenheit – war das nicht ein wunderbarer April?!
Der nunmehr angebrochene Mai gilt gemeinhin als schönster Monat im Jahreslauf, in dem alles blüht und sprießt.
Spaziergänge in Wald und Flur, auf einer Bank den Frühling und die Sonne genießen, die Gedanken schweifen lassen, ein oder mehrere „Halbe“ im Biergarten – das ist Bayern und Lebensgenuss pur gemäß unserer Lebensmaxime „Leben und leben lassen!“

Ich wünsche Ihnen einen blühenden, warmen Mai – aber ordentlich regnen sollte es auch wieder. Nicht nur die Landwirte wissen das.

Ihr

Helmut J. Himmler

 

- Zum Seitenanfang.