„Der edle Ritter Erhard von und zu Rohrenstadt kehrt zurück“

Veröffentlicht am 31.03.2009 in Allgemein

Kulturförderverein Rohrenstadt führt erstmals Theaterstück auf

„Der edle Ritter Erhard von und zu Rohrenstadt kehrt zurück“
Aufführungen: 18. und 25. April,
Schützenhaus Unterrohrenstadt
Beginn: 19.30 Uhr

(Einlass ab 18.30 Uhr)
Kartenvorverkauf ab 6. April
in „Corinnas Bierstüberl“,
im Gasthaus Lang,
im Schützenhaus und im
Gasthaus „Zum Grünen Baum“
in Reicheltshofen
Es ist eine Premiere für den Kulturförderverein Rohrenstadt: Erstmals bringen die Kirwaboum
und -Moila ein Theaterstück auf die Bühne. Auf die Initiative von Elfriede und Dr. Walter
Winkler hin, die einen Text vorschlugen, entstand in den vergangenen Wochen und Monaten
in enger Zusammenarbeit das Stück „Der edle Ritter Erhard von und zu Rohrenstadt kehrt
zurück“.
Der Titel verrät es schon: Der Ritter Erhard kehrt nach 500 Jahren wieder nach Rohrenstadt
zurück – und ist gar nicht erfreut über seine aufmüpfigen Untertanen, die er dort vorfindet.
Seine geliebte Herzelinde entpuppt sich als widerspenstiges Kirwamoidl, das sich nicht leicht
verführen lässt, so sehr er sich auch anstrengt. Vielleicht überzeugt sie ja eine neu erbaute
Racklburg mit eigener Kemenate? Aber auch dieses Vorhaben gestaltet sich schwieriger als
gedacht: Er, der große Ritter Erhard, braucht dafür doch tatsächlich einen Bauantrag! Überhaupt
scheint sich in der Zeit seiner Abwesenheit Einiges verändert zu haben. Der Teufel
kommt jetzt auf dem Mofa daher, beim Wirt setzt man ihm „Chicken-Nuggets“ vor und mit
dem Brauch des Kirwatanzes kann er auch nicht viel anfangen. Nur Eines ist gleich geblieben:
Die Rohrenstädter können immer noch kein Hochdeutsch… Wird der Ritter den Kulturschock
überstehen und wird er von seiner Herzelinde doch noch erhört?
Mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden, nur so viel: Das Publikum wird Einiges
zu lachen haben! Unter Anderem auch deshalb, weil sich so mancher Dorfbewohner in dem
Stück wiedererkennen dürfte. Sicher war einer der Hintergedanken des Theaterstückes auch,
die Geschichte Rohrenstadts wieder lebendig werden zu lassen, in erster Linie soll es aber
unterhalten. Man kann sich vorstellen, dass es bei den Proben recht lustig zuging und die Laienschauspieler
viel Spaß hatten. Der Engelsgeduld und der Energie der Winklers sowie dem
Engagement der Kirwaboum und -Moila ist es zu verdanken, dass am Ende doch „etwas Gescheites“
dabei herausgekommen ist.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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