Bundesbank-Vermögensbericht: Jeder Haushalt besitzt 214.000 Euro – im Schnitt

Veröffentlicht am 22.03.2016 in Soziales

Das Vermögen der Deutschen steigt – doch es ist zunehmend ungleich verteilt: Den oberen zehn Prozent gehören laut einer Bundesbank-Studie 60 Prozent, der unteren Hälfte nur 2,5 Prozent

Die Bundesbank ist nicht dafür bekannt, ihre Studienergebnisse zugespitzt zu formulieren. Wenn es etwa um die Entwicklung der Häuserpreise geht, betonen die Bundesbanker regelmäßig, dass trotz deutlicher Steigerungen keine Immobilienblase festzustellen sei.
In ihrem aktuellen Bericht über Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland wird die Bundesbank hingegen deutlich: Bereits in den ersten Absätzen weist sie darauf hin, dass die Ungleichheit in Deutschland deutlich höher ist als im Schnitt der Eurozone – und zwar gleich in mehreren möglichen Messgrößen.
Zum zweiten Mal hat die Bundesbank von April bis November 2014 repräsentativ ausgewählte Haushalte nach ihren Finanzen befragt. Die erste Erhebung fand im Jahr 2010 statt und wurde drei Jahre später veröffentlicht. Schon damals hatte die Bundesbank eine relativ große Vermögenskluft in Deutschland konstatiert. Daran hat sich in den vier Jahren zwischen den Erhebungen kaum etwas geändert. Die Ungleichheit ist sogar noch etwas größer geworden.
Auch der sogenannte Gini-Koeffizient ist noch einmal leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 76 Prozent gestiegen. Er misst die Verteilung – je höher der Prozentwert, desto ungleicher sind Vermögen verteilt. Zum Vergleich: In der gesamten Eurozone lag der Gini-Koeffizient 2014 demnach bei 69 Prozent. Selbst in den traditionell von Ungleichheit geprägten USA lag er 2013 bei rund 80 Prozent. In Deutschland liegt die Vermögensungleichheit also weit näher an den Zuständen in den USA als in der europäischen Währungsunion.
Quelle: SPIEGEL

Anmerkung unseres Lesers J.A.: „In Deutschland liegt die Vermögensungleichheit also weit näher an den Zuständen in den USA als in der europäischen Währungsunion.“ – das ist deutlich. Es ist interessant, daß die FAZ aus derselben Bundesbankstudie einen Artikel mit ganz gegenteiliger Aussage macht: „Die Deutschen werden reicher … Die Schere zwischen Reich und Arm geht nicht weiter auf.“

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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