Bürgermeister fordert ganzheitliches Denken in Sachen Hallenbad und Turnhalle

Veröffentlicht am 17.04.2011 in Kommunalpolitik

In der letzten Sitzung des Berger Gemeinderats äußerte sich Bürgermeister Helmut Himmler auch zur aktuellen Forderung nach einer Mehrzweckhalle und meinte, die Thematik könne nur im Zusammenhang mit dem Hallenbad diskutiert und entschieden werden.

Man müsse den Bürgerinnen und Bürgern deutlich sagen, dass die Generalsanierung des Komplexes Hallenbad mit Turnhalle sowie der Bau einer zusätzlichen Mehrzweckhalle mit den damit verbundenen Investitions- und Unterhaltskosten die Gemeindefinanzen völlig überfordern würde.

Es sei immer positiv und lobenswert, wenn sich auch Vereine, Parteien, Wählergruppierungen oder einzelne Bürger über die Weiterentwicklung der kommunalen Infrastruktur Gedanken machen, allerdings müsse man immer mit Augenmaß die Folgen kostenträchtiger Entscheidungen abwägen und bedenken. Dies geschehe im Gemeinderat.

In seinen Ausführungen verwies er u. a. auf die Besonderheit in Berg im Hinblick auf das Vorhandensein eines Hallenbades, das es bei der Entscheidung zur Sanierung des Hallenbades und der vorhandenen Zweifachturnhalle bzw. Errichtung einer Mehrzweckhalle/Dreifachturnhalle zu berücksichtigen gelte.

In diesem Zusammenhang machte der 1. Bürgermeister deutlich, dass die Bildung von Rücklagen für die Finanzierung großer Investitionsmaßnahmen erforderlich ist, damit die Gemeinde Berg auch in Zukunft in Maßnahmen in allen Gemeindeteilen fortgesetzt investieren kann. Ferner ist zu beachten, dass die jeweils vom Gemeinderat beschlossenen Investitionsmaßnahmen - in diesem Jahr z. B. Grundschule Berg, Schulhaus Hausheim, Bauhof - auch umgesetzt werden können. Wie bereits bekannt, ist in den beiden Gemeindeteilen Richtheim und vor allem in Loderbach ein enormer Gestaltungs- und Sanierungsbedarf gegeben, der - wie in den letzten Jahren in den anderen Altgemeinden bereits erfolgt - einer Umsetzung im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme bedarf. Erst nach diesem Projekt werde die Sanierung des Hallenbades und der Turnhalle in Angriff genommen werden können. Das bedeutet, dass es hierfür in den nächsten zwei bis drei Jahren keine Entscheidung geben werde.

Was die Vorgehensweise in dieser Angelegenheit betrifft, ist diese wie folgt geplant:

- Begutachtung und Feststellung des baulichen Zustandes des Hallenbads, z. B. durch die Gesellschaft für das Badewesen

- Feststellung des Sanierungsbedarfes für die Bereiche Hallenbad und Turnhalle; in diesem Rahmen ist ferner zu klären, ob eine Erweiterung der bestehenden Zweifachturnhalle in eine Dreifachturnhalle möglich bzw. vertretbar ist.

Sofern der Bau einer Mehrzweckhalle beabsichtigt wird, ist abzuklären und vom Gemeinderat festzulegen, was mit dem sanierungsbedürftigen Hallenbad erfolgen soll.

Nur nach Erarbeitung unterschiedlicher Bauvarianten einschließlich der Kosten könne verantwortungsbewusst diskutiert und entschieden werden. Die lapidare Forderung nach Errichtung einer Mehrzweckhalle sei doch reichlich simpel. Vom Bürgermeister und dem Gemeinderat aber muss eine ganzheitliche, zukunftsfähige und damit verantwortungsbewusste Erörterung der Thematik erwartet werden. Außerdem stellt der 1. Bürgermeister die Möglichkeit in den Raum, im Einzelfall sogar einen Bürgerentscheid anzustreben, damit bei einem solchen Projekt alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde mitentscheiden können.

Abschließend stelle Bürgermeister Himmler fest, dass es derzeit an einer ordentlichen Diskussionsgrundlage für dieses Projekt fehle. Für das kommende Jahr sei die Erstellung des erforderlichen Gutachtens für das Hallenbad vorgesehen. Daraus werde der bauliche und energetische Zustand des Bades sowie der erforderliche Sanierungsbedarf einschließlich Kosten ermittelt.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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