Baubeginn für Ganztagsschule Berg – 2,054 Millionen Euro Gesamtkosten

Veröffentlicht am 14.04.2011 in Bildung

Die Gemeinde Berg investiert auch in diesem Jahr kräftig in den Aufgabenbereich Bildung und Betreuung. Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen und die ersten Gewerke auch bereits beauftragt, so dass der Umbau der Schwarzachtal-Grundschule Berg zum „Haus der Ganztagsschule“ mit Generalsanierung und energetischer Optimierung des Gebäudes jetzt beginnen kann.

Baubeginn für Ganztagsschule Berg – 2,054 Millionen Euro Gesamtkosten

Bei einem gemeinsamen Termin vor Ort trafen sich Bürgermeister Helmut Himmler, Ingenieur Bernhard Birgmeier (Gemeinde Berg), Architekt Wolfgang Knychalla sowie Schulleiterin Theres Altmann zur Besprechung der Abläufe der Baumaßnahmen, die zum Jahresende abgeschlossen sein werden.

Die Maßnahme kostet incl. Baunebenkosten 2,054 Millionen Euro. Die Regierung der Oberpfalz hat letzte Woche die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt und der Gemeinde eine Förderung in Höhe von voraussichtlich 880.000 Euro zugesagt.

Geplante Baumaßnahmen:

· Erdgeschoss:
Im Erdgeschoss wird ein Speisesaal mit 50 Plätzen - da mit rund 150 Schulkindern gerechnet wird, die künftig ihr Mittagessen an der Schule einnehmen werden - sowie eine Aufwärmküche (Versorgung der Küche erfolgt durch einen externen Dienstleister) mit Essensausgabe entstehen. Hierzu sind eine Entkernung der bestehenden Klassenräume sowie statische Ertüchtigungsmaßnahmen erforderlich.

Des Weiteren werden die WC-Anlagen erneuert und es wird ein separates WC für Behinderte, Lehrer und Personal entstehen. Außerdem wird von den insgesamt vier Klassenräumen für den gebundenen Ganztagszug noch ein Klassenraum mit Differenzierungsraum im Erdgeschoss untergebracht werden.

Zu den sog. Differenzierungsräumen teilt der 1. Bürgermeister ergänzend mit, dass entsprechend dem Schulkonzept für die gebundene Ganztagsschule pro Klassenraum auch ein Nebenraum - sog. Differenzierungsraum - vorhanden sein muss.

· Obergeschoss:
Im Obergeschoss werden drei Klassenräume mit ihren Differenzierungsräumen entstehen, wobei nur bei einem Klassenzimmer der Differenzierungsraum direkt angegliedert ist.

· Dachgeschoss:
Im Dachgeschoss wird ein bereits bestehender Dachraum als Aufenthaltsraum genutzt werden. Die Räume der vorhandenen Hausmeisterwohnung werden nach der Baumaßnahme als Lagerräume und Stuhllager Verwendung finden.

· Untergeschoss:
Im Untergeschoss werden ein Werkraum und ein Zeichensaal sowie verschiedene Nebenräume (Abstellraum, Holzlager, Maschinenraum, Lehrmittel/Heizungsverteilung) entstehen.

Neben den verschiedenen Baumaßnahmen wird am Grundschulgebäude zudem ein behindertengerechter Umbau erfolgen. An der Nordfassade wird ein Aufzug mit drei Haltestellen errichtet werden. Der barrierefreie Zugang zum Gebäude wird über den Pausenhof durch eine neue Rampe im Kellergeschoss sichergestellt. Die vorhandene Außentreppe ist neben den neuen Aufzugsschacht zu verlegen.

· Außenwände und Fassadengestaltung:
Die Außenflächen werden neu gestaltet und entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit hinterlüfteten Fassaden sowie Wärmedämmverbundsystem verkleidet. Die bestehende Außenfassade weist Sichtbetonelemente auf, die teilweise Betonsanierungsmaßnahmen erfordern. Durch die geplanten Arbeiten werden die bauphysikalischen Anforderungen der EnEV erreicht.

· Kelleraußenwände:
Die Betonaußenwände im Untergeschoss zeigen Feuchtigkeitsschäden; die Anforderungen der aktuellen EnEV werden nicht erfüllt. Es ist daher vorgesehen, die Kellerwände außenseitig abzudichten und mit einer Wärmedämmung zu verkleiden. Durch die Abdichtungsmaßnahmen müssen die Außenbeläge (Pflaster, Asphalt, Lichtgraben, Zugangstreppen, usw.) entfernt werden; das Wiederherstellen der Außenbeläge erfolgt nach Erfordernis mit vorhandenem bzw. neuem Material.

Bürgermeister Helmut Himmler berichtete von der nach wie vor boomenden offenen und gebundenen Ganztagsschule sowie den verschiedenen Formen der Mittags- und Nachmittagsbetreuung.

Klares Ziel der Gemeinde sei und bleibe es, bestmögliche Betreuungs- und Bildungsvoraussetzungen für die jüngsten Gemeindebürger zu schaffen. Insofern seien die zwei Millionen Euro beste Investitionen in die Zukunft der Gemeinde.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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