SPD will moderne Familien-und Arbeitsmarktpolitik im Landkreis - verlässliche Ganztags-Betreuungsangebote

Veröffentlicht am 21.04.2015 in Bildung

Die SPD-Kreistagsfraktion war bei ihrer letzten Sitzung in Neumarkt  mit Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger und der Neumarkter SPD-Fraktionsvorsitzenden  im Stadtrat Ursula Plankermann einig, dass den Familien verlässliche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt werden müssen.

In der Regel müssen heute beide Ehepartner arbeiten, um das sehr teuer gewordene Leben finanzieren zu können. Wegen des Geburtenrückgangs in Verbindung mit besten Qualifikationen werde die Frauenerwerbstätigkeit in den kommenden Jahren weiter steigen. Moderne Familienpolitik in den Kommunen sei daher gut beraten, vor Ort von der Kinderkrippe bis zu den Schulen bedarfsgerechte Ganztags-Betreuungangebote  einzurichten. In dieser Hinsicht sei in den letzten Jahren im Landkreis bereits viel geschehen und  die hohe Mitfinanzierung durch den Staat sei gut genutzt worden. Das neue Kinderhaus am Klinikum sei ein Musterbeispiel, wie Familien- und Arbeitsmarktpolitik zu verbinden seien.

 

Mit Vorbehalten bewerteten die Lehrer und Kreisräte Dirk Lippmann und Stefan Großhauser daher die Zielsetzung der Bayerischen Staatsregierung, künftig an den Grundschulen zusätzlich zu den bestehenden Angeboten über Offene Ganztagssschulen die Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen zu regeln. Die Pädagogen meinten, dass man vor Ort in jeder Kommune am besten wisse, welche Betreuungsform in welchem Umgang gebraucht werde. Dies funktioniere im Landkreis bereits sehr gut und diese Zuständigkeit sollte unbedingt bleiben. Der Freistaat sollte bestehende und funktionierende Strukturen besser und damit angemessen mitfinanzieren - auch die kommunalen Ferienbetreuungen. Solche bestehen in Berg, Neumarkt Postbauer, Pyrbaum,  Deining und weitere sind in Vorbereitung.

 

Zum eingeführten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Arbeitsstunde informierte Fraktionsvorsitzender Helmut Himmler, dass die von Interessenverbänden prognostizierte Katastrophe am Arbeitsmarkt  ausgeblieben sei. Vielmehr habe die Anzahl der Jobs in den sechs Monaten bis zum Februar um nicht weniger als 193.000 zugenommen und damit im selben Rhythmus wie in den Jahren zuvor.

DGB-Kreisvorsitzender Michael Meyer verdeutlichte, dass der Mindestlohn die Arbeitswelt etwas gerechter gemacht habe. Wer heute 170 Stunden im Monat zum Mindestlohn von 8,50 Euro arbeitet, komme auf einen Bruttoverdienst von 1.445 Euro im Monat. Eine Familie lasse sich davon nicht ernähren, so dass der Steuerzahler für die verbleibende Sicherung des Lebensunterhalts aufkommen müsse.

Nach Ansicht Meyers könne auch nicht auf die Dokumentationspflicht für Minijobs nicht verzichtet werden, da gerade Minijobber besonders ausgiebig betrogen würden, was Gehalt, Arbeitszeiten und Urlaubsanspruch angehe. Dort die Dokumentationspflicht abzuschaffen sei gleichbedeutend mit der Abschaffung des Mindestlohns und das sei das Ziel der Verbreiter von unzutreffenden Horrorszenarien. Neben einer etwas verbesserten Entlohnung der arbeitenden Menschen führe der Mindestlohn zu mehr lokaler Kaufkraft  und höherer Einzahlungen in die Sozialkassen. Entscheidend in dieser Hinsicht seien aber insbesondere gute und damit höhere Tariflöhne für die Masse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Counter

Besucher:3033364
Heute:76
Online:2

Nachrichten

04.03.2021 20:07 Keine zusätzliche Besteuerung von Renten aus versteuertem Einkommen
Derzeit sind zwei Verfahren beim Bundesfinanzhof (BFH) zur Doppelbesteuerung von Altersrenten anhängig. Im Laufe der kommenden Monate ist mit den Entscheidungen zu rechnen. „Wir werden keine Doppelbesteuerung zulassen. Ob Doppelbesteuerung aber vorliegt, ist eine Frage der Mathematik und der Berücksichtigung von Berechnungsgrundlagen: Gehört zum Beispiel der Grundfreibetrag und der Werbungskostenpauschbetrag zur Berechnungsgrundlage der steuerfrei zufließenden

01.03.2021 15:21 FÜR DEUTSCHLAND. FÜR DICH.
„Wir sind überzeugt: Die Zeit, die vor uns liegt, verlangt neue Antworten. Antworten, die wir mit unserem Zukunftsprogramm geben. Wir schaffen ein neues Wir-Gefühl. Wir sorgen für Veränderungen, die notwendig sind für eine moderne, erfolgreiche Wirtschaft, die Umwelt und Klima schont. Wir machen unseren Sozialstaat fit für die Zukunft. Und wir stärken den Frieden und

25.02.2021 20:51 Ein herber Rückschlag für alle Beschäftigten in der Altenpflege
Die kirchlichen Arbeitgeber haben einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag und damit eine bessere Bezahlung verhindert. Das ist ein herber Rückschlag für alle Beschäftigten in der Altenpflege. Bärbel Bas, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion: „Wir alle wissen: Die Situation vieler Beschäftigter in der Altenpflege ist seit Jahren von Überlastung und Personalmangel geprägt. Gute Pflege braucht aber gute Arbeitsbedingungen und

Ein Service von websozis.info

Tröge und Schweine

"Wo die Tröge sind - da sind auch die Schweine!"

(Alter Volksmund)

Herbert Wehner

"Immer wieder haben wir in der deutschen Geschichte die normative Kraft des Faktischen erlebt, noch nie aber eine die Fakten ersetzende Kraft des Phraseologischen!"

Philosophie der Läufer

Pain is temporary - pride is forever!

Albert Einstein - Dummheit

Zwei Dinge sind unendlich - das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Optimistische Menschen

Wo ein Begeisterter steht ist der Gipfel der Welt!

Joseph von Eichendorff

Banner-Websozis

Soziserver - Webhosting von Sozis für Sozis WebSozis

Otto Wels - 1933

"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!"

Abraham Lincoln

Man kann einige Menschen die ganz Zeit zum Narren halten
und alle Menschen einige Zeit, aber man kann nicht alle Menschen
die ganze Zeit zum Narren halten.

Revolution-Bayern

Na mach´ma halt a Revolution, dass endli wiada a Rua is!---Bayern 1918