SPD-Kreistagsfraktion steht zum Krankenhaus Parsberg

Veröffentlicht am 06.10.2013 in Regionalpolitik

Helmut Himmler bestärkte diese Einschätzung und fügte hinzu. dass die ehemalige Kreisstadt Parsberg im Landkreis nach wie vor eine gewisse Sonderstellung mit Mittelpunktsfunktion für die Menschen im südlichen Landkreis habe. Das solle auch so bleiben, denn ein zweiter starker Standort neben Neumarkt im Norden des Landkreises sei gut und wichtig für den gesamten Landkreis.

Zufrieden mit der Entwicklung der zu Beginn des Jahres eingeführten Akutgeriatrie mit 20 Betten im Kreiskrankenhaus Parsberg zeigte sich Chefarzt Dr. Rainer Munzinger bei einem Besuch der SPD-Kreistagsfraktion in der Gesundheitseinrichtung des Landkreises in der ehemaligen Kreisstadt Parsberg. Insbesondere in den Monaten Juli, August und September habe man eine sehr erfreuliche Auslastung gehabt. Bislang seien 250 Patienten in der Akutgeriatrie behandelt worden und die Obergrenze liege bei ca. 500 im Jahr.
In der Akutgeriatrie werden nach Aussagen des Chefarztes schwer kranke Patienten, die aus dem Tritt gekommen sind und nicht mehr aus eigenen Kräften ins Leben zurückfinden, durch vielfältige und intensive Therapieformen behandelt. Diese interdisziplinäre Therapie sei nur bei einem mindestens zweiwöchigem stationären Aufenthalt möglich.
Nicht zuletzt wegen der Fortschritte der modernen Medizin haben die Menschen in den westlichen Industrienationen heute eine stetig steigende Lebenserwartung. Die Folge dieser Entwicklung ist ein Anstieg der Gruppe der Älteren in unserer Gesellschaft. Mit zunehmenden Jahren steigt jedoch auch das Krankheitsrisiko. Aufgabe für die Beteiligten im Gesundheitswesen ist es deshalb, Rahmenbedingungen zu schaffen, die der älteren Generation ein Leben in größtmöglicher Gesundheit und Selbstständigkeit ermöglichen, z. B. durch die stetige Ausweitung der Altersmedizin.
Die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion sehen sich nach dem Gespräch mit Dr. Munzinger in ihrer Einschätzung bestätigt, am Standort Parsberg festzuhalten und das Krankenhaus für Innere Medizin mit 50 Betten als Gesundheitszentrum zu stärken. Die Parsberger Mandatsträger Jutta Spengler und Erwin Jung informierte, dass die Patienten nicht nur aus dem südlichen Teil des Landkreises Neumerkt kämen, sondern auch aus dem angrenzenden Landkreis Regensburg. Ohne das Kreiskrankenhaus Parsberg würde man diese Patienten weitgehend an die Einrichtungen in Regensburg verlieren. Daher stärke Parsberg die Gesundheitsstruktur im Landkreis Neumarkt.
Stefan Großhauser informierte über die vorgesehene Ausweitung des Sammelgebietes für die Bioabfallsammlung im Landkreis durch die Einführung einer mit 48 Euro pro Jahr relativ preiswerten 60-Liter-Tonne. Derzeit landen die Bioabfälle zum großen Teil in der Restmülltonne und damit gehen zu große Nährstoffanteile verloren. Die SPD-Kreisrätinnen und -räte befürworten daher einmütig die schrittweise Ausweitung der Bioabfallsammlung im Landkreis.
Erna Späth würdigte das Engagement der Sparkasse im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich. In diesem Jahr werden aus dem Spendenfonds für soziale und gemeinnützige Zwecke für Initiativen in den Landkreisgemeinden 140.000 Euro zur Verfügung gestellt. Helmut Himmler - der auch Verwaltungsrat bei der Sparkasse ist - informierte, dass die Sparkasse mit 500 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2012 sogar 880.000 Euro an Spenden und Sponsoringggeldern in der Region zur Verfügung gestellt habe. Mit Hilfe dieser Gelder können Jahr für Jahr viele wichtige Aktivitäten im ganzen Landkreis mitfinanziert werden.

 

Kurt Tucholsky 1890 - 1935

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