[Darstellung Größer 1 wählen.] [zum Inhalt (Taste Alt+8).] [zur Auswahl (Taste Alt+7).] (Taste Alt+6).

Helmut Himmler, Bürgermeister.

Das Wetter in Berg/OPf :

Otto Wels - 1933 :

"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!"

Abraham Lincoln :

Man kann einige Menschen die ganz Zeit zum Narren halten
und alle Menschen einige Zeit, aber man kann nicht alle Menschen
die ganze Zeit zum Narren halten.

Revolution-Bayern :

Na mach´ma halt a Revolution, dass endli wiada a Rua is!---Bayern 1918

 

Helmut Himmler :

Bildung/Ausbildung/Tätigkeiten

Geboren am 1. August 1953 in Unterrohrenstadt, Gemeinde Berg

Nach Abschluss verschiedener Schulen Studium an den Fachhochschulen Nürnberg und Eichstätt sowie den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Würzburg und Bamberg.Abschlüsse:
o Sozialpädagoge grad., Fachrichtung Jugend- und Erwachsenenbildung
o Lehramt / 1. + 2. Staatsprüfung
o Diplom - Pädagoge (Universität)

Berufliche Tätigkeiten:
o Lehrer und stellvertretender Schulleiter an großen Schulen in Nürnberg
o Lehrbeauftragter an Hochschulen und Fachhochschulen
o Dozent in der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung
o Kulturmanager an einem Kleinkunsttheater für politisches Kabarett

 

Sport als Lebensprinzip:

Ich habe während meines gesamten Lebens und bis zum heutigen Tag immer Sport betrieben. Dabei konnte ich durch den Fußball ein ausgeprägtes Bewußtsein dafür entwickeln, dass man letztlich nur in funktionierenden Teams dauerhaft erfolgreich
arbeiten und bestehen kann.
Die Unterstützung des Mannschaftsports ist mir sehr wichtig, da unsere Kinder und Jugendlichen dort am besten aufgehoben sind. Im Teamsport lernen sie Qualifikationen,
die man fürs ganze Leben benötigt: Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Regelbewußtsein,
Punktlichkeit, Rücksichtnahme auf die Interessen anderer, Fairness etc.
Als Langstreckenläufe weiß ich zudem, dass es selten auf einen grandiosen Start, sondern
auf die lange Distanz, auf das konsequente und zähe Verfolgen von Zielen ankommt
und dass man die meisten Ziele bei entsprechendem Willen und realistischer Zielsetzung auch erreichen kann.

 

Weitere Tätigkeiten und Berufungen

1. Kreisrat, stellvertretender Landrat  und Fraktionsvorsitzender der SPD Kreistagsfraktion Neumarkt

2. Mitglied und Vertreter des Bayerischen Gemeindetages beim Deutschen Städte- und Gemeindebund in Berlin im AK "Schule, Bildung, Sport und Kultur"

3. Mitglied im Arbeitskreis "Familien- und Sozialpolitik" beim Bay. Gemeindetag in München

4. Mitglied im Arbeitskreis "Demographie" beim Bayerischen Gemeindetag in München

5. Referent zum Thema "Gemeindepartnerschaften mit osteuropäischen Kommunen" beim Bayerischen Gemeindetag in München

6. Verwaltungsrat bei der Sparkasse Neumarkt/Parsberg

7. Beirat der Volkshochschule Neumarkt

8. Verbandsrat des Wasserzweckverbands "Pettenhofener Gruppe"

9.Verbandsrat des Wasserzweckverbands "Hammerbachtal Gruppe" / Mittelfranken

 

Literatur - Quelle des Lebens

Das Leben verläuft bekanntlich in Höhen und Tiefen und gute Literatur beschäftigt sich mit den immergleichen, scheinbar immerwährenden Fragen des Menschen und des Lebens. Gute Bücher sind Begleiter und Helfer in allen Lebenslagen. In meinem Leben sind mir viele Bücher begegnet - und man trifft immer zur rechten Zeit auf die jeweils richtige Literatur. Entweder man ist zu einem bestimmten Lebensabschnitt bereit/disponiert für ein bestimmtes Buch oder eben nicht im Sinne von noch nicht oder nicht mehr. Geblieben ist mir trotz mancher Veränderung die Präferenz zu Arno Schmidt, Thomas Bernhard,Martin Walser, James Joyce, Arthur Schopenhauer, Albert Camus und Michel de Montaigne.

 

Jazz and Rock´n Roll - best from USA!

Amerika mit all seinen Widersprüchen ist für uns Deutsche ein besonderes und faszinierendes Land. Die Entwicklung von einer autoritären zu einer freiheitlich verfaßten Gesellschaft haben wir insbesondere den USA zu verdanken. Im klaren Wissen großer zu erwartender Opfer sind sie in den 2. Weltkrieg eingetreten und haben unser Land von einem verbrecherischen System befreit. Die Demokratie als Voraussetzung für Freiheit und Wohl- stand wurde und quasi geschenkt. Das eindeutig BESTE, das jemals über den Atlantik zu uns kam, ist aus meiner Sicht die Musik des Landes: Jazz und Rock´n Roll.

 

Was ist wirklich systemrelevant?

Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise werden gigantische Gelder in das Finanzwesen und die Wirtschaft gepumpt - Steuergelder wohlgemerkt! - Als Begründung reicht wohl der Hinweis, die unterstützten Banken oder Unternehmen seien "systemrelevant". So einfach ist das, weitere Begründungen braucht das Staatsvolk offenkundig nicht. Was ist in einer Gesellschaft wirklich "systemrelevant"? Was ist das Besondere, was ist das Erkennungszeichen, das ganz Unverwechselbare, Unverzichtbare, ja Kostbare an dem Staat, den Grundgesetz, das Bundesverfassungsgericht und die Zivilcourage seiner Bürgerinnen und Bürger geschaffen haben? Es sind drei Dinge: erstens ein ausgeprägtes Freiheitsbewusstsein, also ein Stolz auf die Bürgerrechte. Zweitens: das Bewusstsein von sozialer Gerechtigkeit, also das Grundgefühl, dass es einigermaßen gerecht zugeht in diesem Land. Und drittens: der Glaube daran, dass man in einer Demokratie die Zukunft miteinander gestaltet, dass also die deutsche Demokratie keine Eliteveranstaltung ist. Auf diesen drei Säulen ruht unser System, und alle drei Säulen bröseln und bröckeln. Aus der Marktwirtschaft wurde deshalb ein deutsches Wunder, weil es den Sozialstaat gab. Ohne den Sozialstaat hätte es nicht nur einmal gekracht in der Republik. Der Sozialstaat hat soziale Gegensätze entschärft. Der Sozialstaat besteht nämlich gerade darin, dass der Mensch, nicht ein System in seinem Mittelpunkt steht. Soziale Unruhen sind dann zu befürchten, wenn die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr daran glauben, dass der Staat für ihre soziale Sicherheit bürgt - weil sie fürchten, dass sich der Staat in seinen Bürgschaften für die Banken verbraucht. In der Krise muss der Sozialstaat mehr bieten als einen Schwimmreifen, den man den Leuten zuwirft, um sie vor dem kompletten Absaufen zu bewahren. Der Sozialstaat muss ein stabiles Schiff sein im aufgewühlten Ozean.

 

Die 68er und die Folgen

In diesem Jahr werden - nach 40 Jahren - intensive Diskussionen über Bedeutung und Folgen der sog. 68er-Bewegung geführt. In oftmals ziemlich platten und oberflächlichen Foren selbsternannter Experten wird über den Zeitgeist, das Anliegen, die Methoden und auch über die Folgen der 68er diskutiert. Dabei werden die üblichen Klischees bedient und es wird simplifiziert, denn es hat damals ja keineswegs eine einheitliche, sondern sehr viele und vielfältige Bewegungen gegeben. Nicht selten schwadronieren Medienmenschen mit einer unglaublichen Oberflächlichkeit über eine Zeit, die sie gar nicht kennen und simulieren mangels gesichertem Wissen Lebenserfahrung und Sachkenntnis. Letztlich sind solche Dinge ziemlich bedeutungslos und Relikte einer in permanenter Wichtigtuerei gefangenen Mediengesellschaft. Die einzelnen 68er Bewegungen haben im Ergebnis die autorität-restaurative Nachkriegsphase der Bundesrepublik beendet und trotz mancher Fehlentwicklung das Tor der Freiheit, der Toleranz und der Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft geöffnet. Damals gab es noch unerträgliche Diskriminierung von sog. "nichtnormalen Lebensformen", Homosexualität war gesetzlich verboten. Frauen brauchten die Zustimmung ihrer Ehemänner, um eine Berufstätigkeit aufzunehmen. Weiterführende Schulen durfte man als Dorfbewohner in aller Regel nur besuchen, um Pfarrer zu werden. Bildungschancen für alle und Gleichberechtigung der Geschlechter mit einer sehr positiver Entwicklung zu Liberalität und Weltoffenheit haben die sog. 68er sehr wesentlich vorangebracht. Deshalb war die Zeit um 1968 wichtig für die historisch notwendige Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Wir haben heute die friedlichste, liberalste, reichste Gesellschaft in der wechselhaften Geschichte unseres Landes - dies sollten wir wieder mehr schätzen, weil es keineswegs selbstverständlich ist.

 

Jazz und Gehirn

Musik ist nicht nur Genuss pur, sondern sie aktiviert auch sehr viele Gehirnregionen, so dass das Musizieren und auch das Rezipieren die Intelligenzentwicklung fördert.
Miles Davies sagte einmal, er spüre beim Jazz geradezu die Regungen sämtlicher Regionen des Gehirns.

Freuden und Leiden der "Clubberer"

Das erste Bundesligaspiel des 1.FC Nürnberg habe ich im Winter 1963/64 im alten städtischen Stadion gesehen - ein 1:1 gegen den VFB Stuttgart. Ein pfeilschneller Stürmer des VFB hat damals bereits in der ersten Minute den Führungstreffer für Stuttgart geschossen. Es war Otmar Hitzfeld. Von diesem Tag an war ich Fan des "Club" und bin es durch alle bitteren und guten Zeiten geblieben. Darunter waren immer wieder tragische Abstiege bis in die Regionalliga, aber auch eine Deutsche Meisterschaft 1967/68 mit dem unvergessenen 7:3 gegen Bayern München und der Pokalsieg 2007. Demnächst steht wieder einmal die Kampfzone 2. Liga an - na und. Der Spruch "Der Club is halt a Depp" bestätigt sich zwar leider immer wieder, aber jedem Abstieg folgte immer wieder der Weg nach ganz oben. Daher ertragen wahre Club - Fans viel Negatives mit stoischer Ruhe, aber sie bleiben Clubberer - egal ob in Liga 1 oder 2. Übrigens - in einem Jahr sind wir wieder erstklassig!

Neuer Eintrag am 31.6.2009: Wir waren mal kurz weg und sind wieder erstklassig - mindestens für ein Jahr!!!
 

Stierkampf in Spanien - Schande der Zivilisation!

Anfang Juli werden uns Jahr für Jahr Bilder der "Stierhatz von Pamplona" über TV oder Presse ins Haus geliefert und nicht selten berichtet man von Verletzten oder gar von Todesfällen. Warum wird eigentlich nie über Tierschutz oder besser die entsetzliche Tierquälerei in Spanien - einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union berichtet, obwohl dies dringend nötig wäre? Was passiert denn mit den bedauernswerten Stieren? Nach dem Treiben durch die Stadt beginnt in der Arena die organisierte und planmäßige Tierquälerei. Picadores fügen dem Tier gezielte Lanzenstiche zu, wodurch die Nackenmuskulatur geschwächt wird, Banderilleros stoßen dem Tier Spieße mit Widerhaken in den Nacken. Demzufolge fließt Blut in Strömen. Die oft grauenvollen Verletzungen der Pferde sind wegen der Schutzdecken nicht sichtbar. Der sog. Matador steht einem Stier gegenüber, der sehr geschwächt ist und unsägliche Schmerzen hat. Er lenkt den Stier mit der Muleta ab, ermüdet ihn, um ihm schließlich unter dem Jubel des Publikums den Todesstoß zu geben. Der Matador wird als Held des Tages gefeiert. Die Kreatur, der Stier erleidet stundenlange Qualen und wird Teil eines perversen Spektakels für die Zuschauer, schließlich wird er aus der Arena geschleift - der Profit aber stimmt. Es ist unglaublich und skandalös, dass in einem Mitgliedsland der Europäischen Union solche Tierquälereien nach wie vor geduldet werden!

 

Bert Brecht und das einfache, erfüllte Leben

vergnuegen

(Bert Brecht)

der erste blick aus dem fenster am morgen
das wieder gefundene buch
begeisterte gesichter
schnee, der wechsel der jahreszeiten
die zeitung
der hund
die dialektik
duschen, schwimmen
alte musik
bequeme schuhe
begreifen
neue musik
schreiben, pflanzen
reisen
singen
freundlich sein

Krankheit, Tod und der Sinn des Lebens:

Jahrzehntelang habe ich mich um meinen Platz in der Welt gekümmert, habe meine Erfolge dort gesucht, auf Anstöße von außen geantwortet. Lob war mir wichtig, auf Kritik reagierte ich empfindlich. Ich war stolz darauf, mir in meinem Beruf einen Namen gemacht zu haben. Auch heute ist mir mein Ansehen keineswegs gleichgültig, doch habe ich aufgehört, mir die Erwartungen anderer zu eigen zu machen und danach zu leben.

Schließlich musste ich mich daran gewöhnen, dass es auf mich ohnehin nicht mehr ankommt. Die Krankheit hat mich mit Situationen des Scheiterns konfrontiert und mich verzichten gelehrt. Erst notgedrungen, allmählich mit Einsicht, lernte ich mich zu bescheiden, ohne zu resignieren.

Kann ich denn letztlich nicht auf ein erfülltes Dasein zurückblicken? Die Abgründe des Lebens und des eigenen Wesens kenne ich nicht mehr nur aus den Schicksalen anderer oder aus Romanen, ich habe sie selbst erfahren. Das sollte mich vor Illusionen schützen. Noch immer sehne ich mich zwar nach Harmonie und Klarheit, aber das können nur Ergebnisse einer Balance von Gegensätzen sein, von Trauer und Freude. Erst die Akzeptanz von gemischten Gefühlen ermöglicht mir ein halbwegs stabiles Bild der Realität.

Habe ich den Sinn meines Lebens gefunden? Gesucht und gezweifelt habe ich genug in den Monaten meiner Not. Jetzt weiß ich, dass ich Sinn nicht in irgendwelchen Theorien oder esoterischen Glaubenssätzen finden kann, auch nicht in religiösen. Sinn muss ich meinem Leben selbst geben - durch eigenes Nachdenken darüber, wofür ich leben will, durch eine bestimmte, mir allein eigene Lebensweise. "Der Sinn des Lebens", schreibt der Professor für englische Literatur Terry Eagleton in seinem klugen Essay, der ein Bestseller wurde, sei "nichts vom Leben Losgelöstes", sondern das, was das Leben lebenswert mache - das heißt eine bestimmte Qualität, Tiefe, Fülle, Intensität des Lebens: "In diesem Sinne ist der Sinn des Lebens das Leben selbst."

So einfach und so klar hätte ich es nicht ausdrücken können, aber das Ergebnis entspricht meinem Erleben. Wobei die Begriffe Qualität, Tiefe, Fülle und Intensität für mich Inhalte erhalten durch geliebte Menschen um mich herum - es waren meine Familie, meine Freundinnen und Freunde und anteilnehmende Mitmenschen, die mir in meiner Krisenzeit die Kraft zum Überleben schenkten und die Überzeugung, dass es Sinn macht, mit ihnen und für sie weiterzuleben. Denkend, fühlend und deutend verknüpfte ich ihre Gegenwart in einem viele, viele Stunden währenden inneren Monolog mit den wichtigsten Erfahrungen und Erinnerungen meiner Vergangenheit zu einem Gesamtgemälde meines Lebens.

Das Wunderbarste waren die täglichen kurzen Spaziergänge am Meer. Am letzten Tag hing ein dünner Wolkenschleier über dem trägen Wasser, am Horizont im Südwesten leuchtete ein schmaler heller Streifen. Ich spürte, wie ich sentimental wurde, die Abschiedsstimmung und der flirrende Glanz des Meeres bewegten mich. Doch die Mühsal des Gehens im feuchten Sand ließ kitschige Weihegefühle nicht wirklich aufkommen. Schwer atmend blieb ich stehen und sah in die Ferne. Und ganz unvermittelt durchflutete mich eine warme Welle der Dankbarkeit - ich freute mich, dass ich lebte. - Weihnachten 2008 auf Sylt-

Jürgen Leinemann: "Der Tod, mein Lebensbegleiter")

 

- Zum Seitenanfang.